Home Internet Erinnerungen an das erstes Mal in der digitalen Welt

Time_MachineAm heutigen Webmaster Friday geht es um das erste Mal in der digitalen Welt und die Erwartungen, die man daran hatte. Was hielt man von Google? Über die erste eigene Homepage, das erste soziale Profil bis hin zur Bloggwelt verlief mein Einstieg in die digitale Welt und möchte Euch heute darüber berichten.

Ich kann nicht mehr mit Sicherheit sagen, wann genau ich die Welt des Internets betreten habe. Es müsste im Alter von ca. 10 oder 11 Jahren gewesen sein. Mein Vater brauchte das Internet aus beruflichen Gründen und wir hatten zuerst eine Verbindung über ISDN. Später auch DSL, mit als einer der ersten Haushalte. Ein Wahnsinn war das!

Internet kostete richtig Geld

geldbuendel

Wenn ich überlege, wie viele Stunden ich mich vor allem als Blogger im Internet bewege, hätte ich zu früheren Zeiten wohl ein Vermögen bezahlt. Es wurde noch Minuten genau abgerechnet und wir bekamen des öfteren mal eine hohe Rechnung im dreistelligem Bereich. Da mein Vater das Internet aber beruflich nutzte war das nicht so dramatisch und er konnte es „von der Steuer absetzen“.

Zu meiner Anfangszeit hatte ich noch eine E-Mail-Adresse bei T-Online. Später bei GMX, welche ich bis heute noch besitze. Irgendwann wollte mein Vater eine Internetseite für seine kleine Firma haben. Unser erster WYSIWYG-Editor war hierfür WISO Meine Homepage, mit der man einfache Webseiten mit Frame-Navigation erstellen konnte.

Die erste eigene Homepage

Dann war das Interesse an einer persönlichen Homepage für mich geweckt und die Software dafür war ja da. Also erstellte ich eine eigene Homepage, wo ich mich vorstellte, über Sachen schrieb, die ich damals toll fand, und experimentierte mit Gästebüchern, Umfragen und Foren von entsprechenden Anbietern.

WISO Meine Homepage wurde dann von NetObjects Fusion bei uns abgelöst als wir es in einer abgespeckten Version von 1und1 auf einer CD für ProfiSeller bekamen, als der mein Vater bei 1und1 registriert war. Das muss ungefähr im Jahr 2000 oder 2001 nach der Millenium-Wende gewesen sein. Dadurch wurden die Webseiten optisch um einiges schöner. Zudem bot Netobjects einige Features wie einen Besucherzähler, was wir sonst via AndyHoppe eingebunden haben.

Umstieg auf ein PHP-CMS

phpkit-packshotBei mir folgte dann später der Umstieg auf das Content Management System PHPKit. Das CMS gibt es noch bis heute und wurde nach einer sehr langen Durststrecke von ca. 5 Jahren wieder weiter entwickel. Damals entschied ich mich auch kein Freehosting für den Webspace mehr zu nehmen, sondern registrierte die Domain www.Bitpage.de. Als erstes war Bitpage ein PC Hilfe Portal  Ich fügte immer mehr Services vor allem für Webmaster hinzu und schrieb damals schon Tutorials zu Games, Windows und Webmaster-Themen. Schau Dir das alte Bitpage doch mal in der Wayback-Machine an.

Das klappte mit PHPKit auch sehr gut und da ich damals auch Synchros kostenlos zum Download anbot und ein Bilderhosting (Link zur Waybackmachine des Bilderhostings)  dank ein paar Plugins für PHPKit betrieb, konnte ich auch einen riesigen Besucher-Ansturm bezeichnen. 3.000 Besucher am Tag waren keine Seltenheit und ich wurde sogar bei Kostenlos.de gelistet.

Im Jahr 2006 gründete ich dann mit Holger Rickert das IT Online Magazin Sky42.de, dass mittlerweile sein Blog geworden ist.

Mein erster eigener Blog

wordpress-iconAls ich für Sky42 schrieb, fand ich WordPress sehr gut. Es bot einen großen Funktionsumfang anderen CMS gegenüber und war leicht zu bedienen. Für Sky42 setzten wir trotzdem Xoops ein und die damaligen Chip CeBIT Highlights, bei denen wir redaktionell unterwegs waren, machten mich auf dem Blog des damaligen Chefredakteurs Thomas Pyczak aufmerksam. Da habe ich mir dann die Blogosphäre genau angeschaut und entschied mich ebenfalls einen kleinen Redakteurs-Blog zu schreiben.

Ich wollte habe darüber geschrieben, wie viel Arbeit man als Technik-Redakteur hat und mit welchem Problemen wir als kleinem Online-Magazin zu kämpfen hatten. Ich denke das muss 2006 oder 2007 gewesen sein. Nachdem das Projekt Sky42 als IT Online Magazin langsam einschlief, da weder ich noch die anderen Redakteure Zeit für das Magazin hatten, entschloss ich mich 2009 einen eigenen Technikblog auf Bitpage.de zu schreiben.

Da fing ich auch meine Ausbildung zum Fachinformatiker an und habe mir dann mehr Zeit zum Schreiben genommen. Seitdem gibt es diesen Blog. Aber erst seit November 2012 versuche ich meinen Technikblog mit mindestens einem Blogeintrag pro Trag zu füttern. Ich hoffe, das wird auch in Zukunft noch so bleiben. Bis jetzt gab es noch keine Schreibblockade und meine Artikel-Ideen-Liste wächst und wächst.

Google als erste Suchmaschine

Ich kann mich noch genau daran erinnern, wann ich das erste Mal Google gesehen habe und benutzt habe: Das war im Wohnzimmer an einem Lifetec PC (einer der ersten Aldi-Rechner) mit dem Internet Explorer 6.0, wo ein Freund mir und meiner Mutter uns Google gezeigt hat. Ich weiß gar nicht mehr, mit was ich vorher gesucht habe. Ich glaube es war die T-Online-Suche und viele Informationen holte man sich von Webseiten, die man über Linklisten gefunden hatte.

Für jeden guten Linktipp war ich damals dankbar. Google suchte ab dann auch jedes Mal für mich. Ich habe öfters zwischendurch Yahoo genutzt, die als Erfinder der Suchmaschine, immer mal bessere Ergebnisse lieferten. Zu mindest habe ich das so in meiner Erinnerung. Wenn ich so zurück denke, finde ich es schade, dass es für Google kaum noch Wettbewerber gibt. Yahoo, Fireball, Lycos und heute Bing sind kaum noch der Rede wert. Früher hab ich zwischendurch immer mal gerne eine andere Suchmaschine genutzt.

Einstieg in soziale Netzwerke

social-iconHier in Deutschland war es für mich SchuelerVZ bzw. StudiVZ. Darüber lernte ich auch meine heutige Freundin kennen. Es war einfach wunderbar mit seinen Freunden so vernetzt zu sein und wir alle hatten unseren Spaß lustigen Gruppen beizutreten wie „Ich trinke nur an Tagen die auf „g“ enden und Mittwochs“ oder „Ich hab Blut in meinem Koffeinkreislauf“.

Zwischendurch kam MySpace ins Spiel und einige meiner Freunde meldeten sich dort an. Mich zog es da aber nicht hin. Warum auch auf noch einem Netzwerk angemeldet sein? In der Berufsschule brachte es mich aber definitiv zu Facebook. Es war hipp, es war in und plötzlich waren alle da. Ich beäugte damals Facebook kritisch bezüglich des Datenschutzes. Aber damals sowie auch heute denke ich mir: Ich nutze es wie jeder andere und schreibe einfach nichts, was ich nicht auch öffentlich sagen oder zeigen würde. Das gilt für mich auch für die Direkt-Nachrichten bei Facebook.

Dort tausche ich weder Passwörter noch geheime Internas aus – hier liest Facebook und sogar Facebook Apps mit, wie mir der letzte SternTV-Bericht zu Facebook gezeigt hat. So etwas habe ich mir damals auch schon gedacht, seitdem Mark Zuckerburg gesagt hat, dass es keine Privatsphäre mehr geben wird.

Zum Schluss

Wenn ich so in meinen Erinnerungen wühle, dann fällt mir immer wieder auf, wie schwer es doch ist die Zukunft in der Technikwelt vorherzusagen. Wer hätte gedacht, dass soziale Netzwerke die Welt so revolutionieren und unsere kleinen, technischen Alltags-Begleiter, die Smartphones, uns einen so großen Informationsvorteil schaffen, wodurch wir immer und jederzeit von überall auf die Information zugreifen können, die wir benötigen.

Dabei können wir andere Sachen wie z.B. die Lebenserwartung, das Wetter oder das Wachstum bereits schon so genau vorhersagen. Nur die Technikwelt ist eine unberechenbare Variable. Das erstaunt mich immer wieder. Was ist für Euch die erstaunlichste Entwicklung in der Technikwelt? Wie habt Ihr den Weg in die digitale Welt gefunden? Hattet oder habt ihr eine eigene Homepage/Blog? Über Kommentare Eurerseits freue ich mich!

Das schreiben die Anderen:

Bild Geldbündel von Michael Staudinger  / pixelio.de


2 Antworten zu diesem Blogbeitrag
  1. Ach ja die gute alte Zeit. Interessante Zusammenfassung vor allem gefällt mir die Wayback-Machine sehr gut. Interessant die Design Entwicklung von Bitpage zu sehen