Home Messen Barcamps Mein weiter Weg zum Barcamp Kiel

Barcamp Kiel
Eingangshalle

Oha! Da hätte ich doch fast gegen den ersten Grundsatz „Sprich über das Barcamp“ verstoßen und kein ReCap zum Barcamp Kiel am 16. und 17. August geschrieben. Das ist jetzt fast drei Wochen her. Macht aber nicht’s! Ich schreib ja jetzt drüber. Der Pottblogger und ich hatten die wohl weiteste Anreise mit Dortmund und . Damit mich die Spritkosten als Student nicht auffressen, habe ich auch wieder über Blablacar und Flinc Mitfahrer organisiert. Das hat auch super geklappt und etwas über die Hälfte der Spritkosten finanziert. So muss das sein. Die weite Anreise war das Barcamp Kiel in jedem Fall wert! Die Location ist mit dem Wissenschaftszentrum Kiel, in der unmittelbaren Nähe der Kieler Universität, eine der Schönsten und gleichzeitig Funktionalsten. Jede Menge Parkplätze und schnell ist man draußen an der frischen Luft. Da ich Freitag leider noch in meinem Job als studentische Hilfskraft gebunden war, habe ich nur den Samstag das Kieler Barcamp besucht.

Sessions

Wahnsinn! Das Barcamp Kiel hat jede Menge Sessions angeboten! Es war das erste Barcamp, das ich erlebt habe, wo Sessions draußen oder auf dem Flur zwecks Raummangel statt gefunden haben. Das schadete dem Barcamp aber keineswegs. Die zwei Sessions die Kristian Köhntopp zu Ingress gehalten hat, waren für Flur und draußen auch sehr geeignet. Kennt Ihr eigentlich Kristian Köhntopp? Jeder -Spieler, der ein Strategie-Guide bzw. Handbuch zu online gesucht hat, wird wohl auf Kristians „How not to suck at Ingress“ gestoßen sein. Kristian ist Diplom Informatiker und hatte bereits mit Niantic, der Division von , die für das augmented Reality Game verantwortlich ist, zu tun. Er erzählte viele Details aus Informatiker-Sicht über Ingress. So ist die API von Ingress nicht geschützt und jeder kann seinen eigenen Client draufsetzen. Dies und mehrere Schwachstellen laden damit zum Cheaten bei Ingress ein. So ist es bspw. möglich, dass Spieler einen unendlichen Vorrat an eXotic Matter, dem „Kraftstoff“ von Ingress,  „cheaten“ können.

Er ging ebenfalls auf einige Programmfehler von Ingress ein, mit denen Niantic zu kämpfen hatte. So war es bspw. möglich kurz nach einem , noch einmal zu hacken, bevor das Portal in den „Cooldown“ geht. In diesem Zusammenhang viel desöftern „Niantic kann nicht für fünf Pfennig programmieren“. Das Interessante daran ist aber, dass das Spiel nicht „kippt“. Da jeder Spielzug öffentlich bei Ingress ist, werden viele nicht plausible oder unmögliche Spielzüge mit dem Melden von Accounts geahndet. Die Spieler kontrollieren sich gegenseitig. Das ist der Grund, warum die Programmierfehler von Niantic dem Spiel nicht zum Verhängnis wurden.

Sicherheit mit

Meine erste Session hatte das Thema WordPress-Sicherheit. Da ich vor kurzem erst Opfer eines Botnetzwerks war, interessierte es mich, wie andere Blogger sich schützen und was derjenige, der die Session hielt vorschlug. Im Prinzip sind es die altbekannten Tipps aus dem Netz wie nicht den Standard-Benutzernamen „admin“ zu nutzen, ein sicheres Passwort zu haben und die Erkenntnis, dass Security through Obscurity bei WordPress eher mehr Probleme als Schutz bringt. Ich kann nur empfehlen den Administrationsbereich (/wp-admin) bzw. wenn es nicht nötig ist, dass sich „fremde“ Benutzer einloggen müssen, die wp-login.php mit .htaccess zu schützen.

Förderflüsterer

Der Förderflüsterer ist eine „semi-professionelle“ Bürgerzeitung, wo jeder mitmachen darf und von den Organisatoren das journalistische Handwerk beigebracht bekommt. Das Steckenpferd des Förderflüsterers sind nicht nur die lokalen Nachrichten, sondern vor allem der Eventkalender, der alle wichtigen Termine aus dem Kieler Raum beinhaltet. Thema der Session war allerdings deren Organisation von einem „unbekannten“ , dessen Name ich vergessen habe, zu WordPress. Tut gut zu hören, dass hier nicht Typo3 oder Joomla genutzt wird. Ich finde WordPress geeigneter, vor allem für Hobbyprojekte (Geld) und -journalisten (einfache Bedienbarkeit).

Die beiden Sessions zu „Geld verdienen im Internet“ und „Schnelle Webseiten“ sind bei mir ein wenig ins Vergessen geraten. Trotzdem ist hier ein wenig was hängen geblieben: Wenige HTTP Requests, verlustfreie Grafiken und Nginx sind die Zauberworte, wenn man schnelle Webseiten haben möchten. Und die Ladezeit wird immer wichtiger, wenn man bedenkt, dass ungeduldige Besucher schnell wieder abspringen und Google die Ladezeit mit als Rankingfaktor in den Suchergebnissen einfließen lässt. Zum Thema Geld verdienen, waren sich die meisten Diskussionsteilnehmer einig, dass das deutsche Web hier noch deutlich nutzerfreundlicher werden muss. Nervende, blinkende Werbung hat nichts auf Spiegel Online zu suchen. Auf Bild.de bei jedem noch so kurzem Video einen 30 Sekunden Werbespot sehen zu müssen, vergrault die Zielgruppe.

Das Barcamp Kiel war super. Die Location war top, die Verpflegung mit Frühstück, Mittagesssen und kalten sowie warmen Getränken inklusive Bier bis zum Abwinken, war genial. Sehr toll, dass die vielen namhaften Sponsoren, darunter c’t, O’Reilly und simyo, das kostenlose Barcamp Kiel ermöglicht haben. Vielen Dank auch an das Orga-Team des Barcamps! Die Organisation war echt super und es vielen mir – abgesehen vom Ausfall des WLANs zwischendurch – keine verbesserungswürdigen Sachen auf. Toll organisiert und ausgeführt! Weiter so!