Home Mobile Digitalradio: Zum Jahreswechsel kommen drei neue Sendeanlagen für den Bundesmuxx

Das erfreut sich in der Bevölkerung einer immer größeren Beliebtheit. Erst auf der IFA wurden sehr positive Zahlen präsentiert, nach denen bis Jahresende voraussichtlich vier Millionen Geräte in deutschen Haushalten stehen dürften. Damit der noch besser wird sollen über den Jahreswechsel noch drei weitere Sendestationen für den Bundesmuxx, das heißt die bundesweit verbreiteten Programme, in Betrieb genommen werden. So sollen noch in diesem Jahr die Sender Bad Lobenstein, Oschatz/Collm und Jena in Betrieb genommen werden. Gleich Anfang 2015 folgen dann weiterhin der Brocken im Harz und Wittenberg. Bei den Sendern Oschatz/Collm und Wittenberg soll dabei eine Sendeleistung von 10 Kilowatt verwendet werden.

Empfangbarkeit wird speziell auf Autobahnen verbessert

Mit den neuen Sendemasten soll speziell die Empfangbarkeit vom Bundesmuxx auf den Autobahnen A9, A13 und A14 kräftig nachgebessert werden. Im Bundesmuxx sind neun private Programme sowie vier Programme des Deutschlandfunks enthalten. Zum Ende des Jahres wird jedoch Lounge.FM seinen Sendebetrieb einstellen. [Update] Leider war meine Recherche was das betrifft veraltet. Lounge FM befindet sich aufgrund eigener Insolvenz derzeit in der Schwebe! Vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht hat das Unternehmen offensichtlich nicht.

Der MDR will jeweils landesweit auf einem Kanal senden

Auch die Empfangbarkeit der öffentlich-rechtlichen Sender im Bereich dürfte sich noch einmal deutlich ändern. So soll eine Umstrukturierung des Digitalradio-Angebots vorgenommen werden. Das bedeutet: Statt bisher bis zu drei Frequenzen pro Bundesland, auf denen die hauseigenen Programme verbreitet werden, soll pro Bundesland nur noch eine Frequenz zum Einsatz kommen. Damit kann der Gleichwellenvorteil beim Digitalradio zum Einsatz kommen. Bei der digitalen Verbreitung via DAB+ ist es nämlich nicht wie bei UKW, das bei schlechtem Empfang auf eine andere Frequenz gewechselt werden muss. Stattdessen kommt eine Frequenz zum Einsatz, die von mehreren Sendemasten aus abgestrahlt werden kann. Daraus setzt sich dann ein stärkeres und besseres Signal zusammen. In Sachsen und Thüringen soll die Umstrukturierung im Dezember 2014 erfolgen, während Sachsen-Anhalt im Januar 2015 nachfolgen soll. Bei den Sachsen-Anhaltinern steht zudem eine weitere Umstrukturierung an. So werden die privaten Sender und die öffentlich-rechtlichen Sender jeweils in einem unterschiedlichen Multiplex verbreitet. Das hat zur Folgen, dass die Empfangbarkeit der Privatsender, da der neue Privatradio-Multiplex vorerst lediglich auf drei Sendestationen verbreitet wird, in einigen Regionen etwas schlechter wird. Mit der Umstrukturierung soll eine flächendeckende Empfangbarkeit in den drei Bundesländern ermöglicht werden. Für Nutzer bedeutet die Umstellung jedoch, dass ein Sendersuchlauf von Nöten sein kann. Weiterhin wird das Digitalradio in Teilen der Lausitz, sowie in Südthüringen und auch in der Altmark noch nicht vollständig zu empfangen sein. Ab Demzeber gibt es die lokalen MDR-Programme in Sachsen auf dem Kanal 9A, in Thüringen auf dem Kanal 8B und in Sachsen-Anhalt auf dem Kanal 6B. Auch die Sendeleistung wird an einzelnen Anlagen erhöht. Mittelfristig plant der MDR außerdem das Kinderradio Figarino zu verbreiten.