Home Messen IFA IFA 2015: Samsung Sleepsense überwacht und analysiert deinen Schlaf

Neben den vielen anderen Highlights wie der Smartwatch Gear S2 oder dem in Deutschland leider nicht erhältlichem Phablet Galaxy Note 5  hat Samsung sich auch auf das Schlaf-Territorium gewagt. Mit Sleepsense soll der Schlaf erfasst und analysiert werden. Das Tischtennis-Schläger ähnlich aussehende Gerät wird unter die Matratze geschoben und via Bluetooth mit dem Galaxy Smartphone verbunden. Anders als andere Schlaftracker gibt Sleepsense aber auch Tipps zur Steigerung der Schlafqualität.

Das wird gemessen

Nachdem Sleepsense unter die Matratze gewandert und der potentielle Schläfer sich gebettet hat, fängt die Samsung-Kelle an Puls, Atemfrequenz und die Drehungen der Person zu erfassen. Anhand dieser Informationen teilt Sleepsense den Schlaf in die Stadien Tiefschlaf und REM-Schlaf Phase ein. Dabei will Samsung diese Daten auch zuverlässig erfassen, wenn man nicht alleine schläft, sofern man an seinen Schlafpartner nicht zu nah dran ist. Löffelchen verfälscht also die Daten.

Medizinische Tipps zur Verbesserung der Schlafqualität

Anhand der erfassten Informationen berechnet die Sleepsense-App einen Scorewert, der mit dem Durchschnitt der eigenen Altersklasse verglichen wird. Dementsprechend gibt es Tipps zur Verbesserung der Schlafqualität, die in Zusammenarbeit mit dem Harvard Medical School Professor Dr. Christos Mantzoros entstanden sind.

Als ich auf der IFA 2015 kurz Sleepsense ausprobiert habe, waren die Tipps oberflächlich: Ich sollte schlafen gehen, wenn ich müde bin und mein nächstes Schläfchen halten ohne mir einen Wecker zu stellen. Dabei soll dann die biologische Uhr entscheiden, wann es Zeit ist aufzustehen. Klar, schlafen zu gehen wenn man müde ist, klingt einleuchtend. Halte ich mich meist immer dran. Den Wecker nicht zu stellen ist an Arbeitstagen aber eher schwierig. Ein ausführlicher Test wird in Zukunft bestimmt zeigen, welche weiteren Tipps Samsung da noch parat hat.

Intelligenter Wecker und Smart Home Kopplung

Samsungs Sleepsense lässt sich auch mit dem Smart Home koppeln, sodass der kleine Schlafwächter Fernseher, Beleuchtung und was auch immer noch störend ist und mit dem Haus kommuniziert ausschaltet, wenn er erkennt dass sein Schützling eingeschlafen ist. Als Wecker fungiert dabei Sleepsense auch und verlagert das Wecken in Rahmen einens selbst bestimmten Zeitfenster vor oder nach der eigentlichen Weckzeit.

Dabei weckt Sleepsense etwas später, wenn erkannt wird, dass man sich noch in der REM-Schlafphase befindet oder weckt früher, wenn man nur flach schläft und droht wieder tiefer einzuschlafen. Wer übrigens „wie gerädert“ mal vom Wecker aufgewacht ist: Das passiert meist, wenn man noch geträumt hat und sich in der REM-Schlafphase befand.

Preis und Verfügbarkeit

Offiziell hat Samsung zu Sleepsense noch keinen Preis oder Verfügbarkeit genannt. Man munkelte mir aber auf der IFA, dass Sleepsense Ende 2015 bzw. Anfang 2016 auf den deutschen Markt kommen wird. Der Preis soll bei etwa maximal 200 Euro liegen. Wahrscheinlich dürfte es sogar noch etwas günstiger werden.


Eine Antwort zu diesem Blogbeitrag
  1. Sehr interessant. Wie sieht es aber aus, so elektronische Geräte in der nähe vom Kopf sollte man ja nicht platzieren. Wie wirkt sich Samsung Sleepsense auf die Gesundheit aus?

    LG