Home Software Alternativen zu Spotify, Deezer, Apple Music und Co. – So bekommt ihr...

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Music on Demand Dienste sind in aller Munde. Vor kurzem stellte Apple seinen Dienst Apple Music vor und die Welt staunte zunächst, wurde dann aber schnell ernüchtert, weil es eben doch nur ein weiterer Musikdienst ist. Sicherlich: Der große Vorteil an diesen Musikdiensten ist, dass die gewünschten Titel auf Abruf immer zur Verfügung stehen. Ein großer Nachteil ist jedoch: Man darf die nicht behalten. Läuft das Abo für Spotify oder Apple Music aus, so sind die Titel nicht mehr verfügbar. Es gibt jedoch Alternativen zu den bekannten Musikdiensten, die es ermöglichen die gewünschten Musiktitel sogar als Mp3-Datei zu behalten. In diesem Artikel sollen mal einige der Alternativen vorgestellt werden. 

Flatster, und .fm: Diese Dienste nehmen Musik aus Internetradios auf

Den Dienst Flatster kenn ich noch aus meiner Jugendzeit. Damals nutzte ich diesen Service, um jeweils an aktuelle Alben heran zu kommen. Auch heute gibt es das Unternehmen noch. Auch die Konkurrenz mit den Namen Musicmonster.fm und ZeeZee ist noch aktiv. Die Dienste haben im Wesentlichen einen Fokus: Musik aus Internetradios mflatsteritzuschneiden. Im Gegensatz zu normalen Streamrippern haben die Dienste jedoch gezielt Verträge mit den Internetradios laufen. Zudem gibt es eine Titeldatenbank aus der gewählt werden kann. Das funktioniert in der Regel ganz gut. Die jeweils gewünschten Titel wandern, sofern sie halbwegs aktuell sind, oft bereits nach wenigen Minuten entweder in den eigenen Onlinespeicher oder auf die Festplatte. Flatster bietet dabei sowohl die Möglichkeit an, die Titel auf einen Onlinespeicher und mit einer Software direkt auf die Festplatte aufzunehmen, während die Konkurrenz lediglich die Option mit dem Onlinespeicher anbietet. Die Titel werden dabei im Mp3-Format mit einer Mindestbitrate von 192 Kilobits pro Sekunde abgelegt – eine Qualität, die sich durchaus sehen lassen kann. Der Nachteil: Oftmals müssen die Titel zumindest bei Alben noch mit einigen zusätzlichen ID3-Tags versehen werden. Hier empfiehlt es sich als Software auf Mp3Tag zurückzugreifen und diese Arbeit schnell von Hand zu erledigen. Großer Vorteil bei allen drei Diensten: Für den Preis einer Musikflatrate bei Spotify bekommt ihr Titel, die ihr im Anschluss auch behalten könnt und, wenn ihr etwas nostalgisch veranlagt seid, natürlich auch auf CD brennen dürft. Aber Achtung: Für kommerzielle Zwecke, zum Beispiel das Versenden im Internetradio, ist diese Möglichkeit nicht geeignet. Das trifft auch auf die anderen hier in dem Artikel erwähnten Möglichkeiten zu. Wer also Festplatte voller Mp3-Tracks haben will, der sie dann auf das Smartphone, Tablet oder den guten alten Mp3-Player spielen will, der ist bei diesen Diensten vollkommen richtig. Zu den Preisen: Diese liegen für die günstigste Variante mit 10 monatlichen Alben und den Charts bei 4,49 Euro, während für die volle Ausreizung der ganzen Musikdatenbank zwischen 6,99 Euro und 9,99 Euro je nach Dienst fällig werden. In der Regel muss die Gebühr zudem bereits für 6 oder 12 Monate im Voraus gezahlt werden.

: Musik aus allen möglichen Quellen direkt auf der Platte bannen

Eine für mich ziemlich optimale Möglichkeit Musik auf die Festplatte aufzunehmen ist Audials. Die audials-musikbibliothekSoftware habe ich hier bereits einmal vorgestellt, weshalb ich hier nur noch einmal die wichtigsten Funktionen zusammenstellen möchte. Im Bereich der Musik kann mit Hilfe von Audials fast jede gängige Quelle an Musik abgegriffen werden. So lassen sich auch Musikdienste wie Spotify oder Deezer mitschneiden. Die Titel werden dabei richtig erkannt und sofort nach der Aufnahme auf der Festplatte abgespielt. Alternativ kann auch mit der Suchfunktion direkt nach dem gewünschten Titel auf Videoseiten, Soundcloud und weiteren Portalen gesucht werden. Die Titel lassen sich dabei bequem herunterladen und werden meist mit Bitrate von 224 bis 256 Kilobits pro Sekunde, je nach Quelle, abgespeichert. Wer es noch etwas bequemer möchte, der hat die Möglichkeit wie bei Flatster, ZeeZee und Musicmonster.fm einfach eine Wunschliste anzulegen, die von dem Programm nach und nach abgearbeitet wird. Dabei greift die Software auf Videoportale, Internetradios und Soundportale zum Abgreifen zu. Die Qualität der Musikstücke unterscheidet sich jedoch bei der automatischen Funktion sehr stark. Speziell bei der Aufnahme aus Internetradios muss oftmals noch etwas nach geschnitten werden. Das ist allerdings nicht weiter schlimm. Schließlich werden die meisten Songs eh von YouTube heruntergeladen. Das Internetradio wird nur bei selteneren Songs zurate gezogen. Weiterhin sollte hier beachtet werden, dass kein monatlicher Betrag gezahlt werden muss. Stattdessen müssen einmalig 59,90 Euro bis zur nächsten Version gezahlt werden. Jedoch gibt es auch immer mal, speziell zur Einführung einer neuen Version, ein Angebot für rund 30 Euro. Deswegen lautet hier die Devise: Augen auf im Straßenverkehr.

YouTube Song Downloader: Diese Software beherrscht auch Alben

youtubesongdownloader2015Eine weitere Software, die sich gut für Songfutter auf der Festplatte eignet, ist der YouTube Song Downloader. Dieser ist in der Grundversion . Der Nachteil der Software ist, wie der Name schon sagt: Der Downloader ist auf YouTube beschränkt. Das heißt jedoch nicht unbedingt, dass deswegen nicht doch viel Musik besorgt werden kann. Integriert ist in die Software noch eine Albensuche. Mit deren Hilfe lassen sich auch die neusten Alben bequem auf die Festplatte ziehen. Allerdings kommt hier auch das deutsche Gema YouTube Problem zum Tragen. Viele Titel sind aufgrund der Gema-Sperre nicht in Deutschland verfügbar. Probieren kann man jedoch immer, sodass sich auch das eine oder andere wertvolle Album durch die Software automatisiert auf die Festplatte ziehen lässt. Dabei sucht die Software auch automatisch die Titel heraus, die mit der besten Qualität im Netz gespeichert sind. Für Nutzer, die also nicht unbedingt Geld für ihre Mp3’s ausgeben wollen eine gute, wenn auch etwas eingeschränkte Möglichkeit. Wer das Programm gern werbefrei möchte, kann es für 10 Euro freischalten.


6 Antworten zu diesem Blogbeitrag
  1. Ich bin absolut zufrrieden mit spotify, sind auch noch etwas besser aufgestellt, als zb deezer. Ich werde auf jeden fall bei meinem premium account bleiben, solange sich keine bessere alternative bietet. Ich denke, dass nicht mal apple spotify in naher zukunft das wasser reichen kann.

  2. Danke für den Beitrag! Audials ist genau das, was ich ohne Abo vernünftig nutzen kann.

  3. Ich nutze Audials auch schon eine ganze Weile. Es ist einfach sehr bequem, weil man die Musik ja behalten darf. Speziell die Wunschlisten-Funktion finde ich klasse, wobei bei mir komischerweise oft ein Lied vom Album fehlt.

  4. Ja Spotify ist auf jeden Fall gut. Ich persönlich finde als Windows Phone Nutzer XBox Music ein Stück besser, weil es so gut ins System integriert ist. Aber für das Abgreifen mit Audials mag ich Spotify lieber 😀

  5. Definitiv einige nette Alternativen. Nur, es gibt doch bessere Youtube Downloader. FLVTO ist z.B. auch in der Vollversion gratis und kann auch mehr als Youtube (Soundcloud, Vimeo, Dailymotion etc.): http://www.flvto.biz/de
    Ist vielleicht ne bessere Variante als der Song Downloader …

  6. Spotify lässt sich wunderbar unter Linux aufnehmen. Dort kann Spotify direkt als Ausgabequelle gewählt werden, dann werden sogar die Titel richtig benannt und nach Interpreten in Ordner gespeichert. Das Einzige was nicht klappt, sind Alben in den Interpreten Ordnern, aber damit kann man leben.
    Der Unterschied zu Youtube Loadern ist in der Qualität schon enorm. Spotify kann dagegen als Premium sogar Flac anbieten, das hat dann wirklich einen deutlichen Vorsprung…