Home Internet Chatbots: Bestellen wir unsere Pizza bald über Facebook?

hat einen Plan! Das Unternehmen möchte mit dem eigenen in Zukunft Geld verdienen. Der Weg dahin soll über sogenannte Bots führen. Bots, das sind Computer mit künstlicher Intelligenz. Derzeit nutzen laut dem Unternehmen rund 900 Millionen Nutzer den Messenger aktiv. Die eingeführten Bots sollen jetzt dafür sorgen, dass über Facebook eingekauft werden kann oder sich Nutzer über Nachrichten informieren können. Vorgestellt wurde das neue Konzept auf der -Entwicklerkonferenz des sozialen Netzwerks.

Mit Bots chatten wie mit Freunden

Facebook nutzt dafür die sich aktuell in Beta-befindliche Wit.ai Bot Engine. Diese soll den Nutzern den Eindruck vermitteln wie mit einem Freund zu chatten. Dafür sammelt der Bot gängige Sätze und interpretiert sie. Funktionieren sollen Anfragen dabei nicht nur wenn diese exakt mit dem hinterlegten Wortlaut gemacht werden, sondern vielmehr auch eine gewisse Toleranz in den Anfragen zulassen. Nutzer sollen nicht das Gefühl haben mit einer Maschine zu chatten. Die Einsatzmöglichkeiten des sind vielfältig. So soll es etwa möglich sein mit einem Unternehmen zu kommunizieren und Artikel über Facebook zu bestellen. Weiterhin soll ein gewisser Grad an Nutzersupport über diese Bots möglich gemacht werden. Zuckerberg erwähnte bei der Präsentation das damit das unendlich lange Warten in Warteschleifen endlich ein Ende haben soll. Gleichzeitig beaut Facebook in seinen Messenger auch eine Stummschalt-Funktion ein, damit die Bots nicht ungewünscht Massen an Werbung an den Nutzer verteilen, die er gar nicht haben will. Auf der f8 wurde die Funktion des Bots mit Hilfe einer Frage-Antwort-Runde mit einem Bot von CNN demonstriert. Demnächst sollen Entwickler auf diese neuen Funktionen Zugriff erhalten und so ist anzunehmen dass die ersten Unternehmen bald mit Hilfe der Bots mit Nutzern kommunizieren. In Deutschland gibt es mit dem Axel Springer Verlag bereits ein erstes Unternehmen, das diese Funktion nutzt.


8 Antworten zu diesem Blogbeitrag
  1. Hmm… klingt eigentlich gar nicht mal so schlecht. Aber um Informationen zu holen, haben wir doch Google. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Bot die Suchmaschine mit deren relevanten Webseiten ersetzen kann. Es mag vielleicht bequemer sein, aber ob die Informationen wirklich so einleuchtend sein werden, das muss man sehen. Danke für den Beitrag! 🙂

  2. Ich halte absolut nichts von dieser ganzen automatisierung. Ich bin ein Freund der Persönlichkeit und will gar nicht wissen, wie viele Jobs in Zukunft von Robotern ersetzt werden.

  3. Ich kann mir das im Moment noch nicht so richtig vorstellen, denke mir aber dass damit der (jetzt schon nicht vorhandene) Datenschutz noch mehr ausgehöhlt wird. Alles wird theoretisch immer einfacher und in Zukunft werden dann wahrscheinlich Sachen von meinem PC bestellt (ohne mein Zutun), wo ich bis dahin noch gar nicht wusste, dass ich sie haben möchte…
    VG sonni

  4. Ne coole Vorstellung ist es auf jeden Fall! Mit dem Datenschutz wird es zwar nicht besser, aber so wie ich das sehe hatten wir diesen noch nie ausreichend!

  5. Ich sehe das von zwei Seiten aus. Klar, praktisch und innovativ wäre diese Umsetzung auf alle Fälle. Aber möchte man gerade Facebook wirklich in Zukunft über wirklich ALLES in Kenntnis setzen was man gerade so tut, bestellt, wie man wohnt, bei welchen Firmen man Kunde ist etc?

    Facebook wird das doch eh wieder nur für seine Zwecke nutzen um Nutzerprofile anzulegen, mit denen sich eine Menge Geld verdienen lässt.

    Der Datenschutz müsste vor der Implementierung solcher Funktionen dringend angepasst werden.

  6. Ich finde, man muss hier deutlich unterscheiden, wofür man einen Bot nutzt. Am Ende ist ja das Problem, dass keine wirkliche Intelligenz hinter dem System steckt, so dass sich wohl nur klassische bzw. sehr häufige Fragen beantwortet werden können.

    Ich könnte mir den Einsatzzweck aber als eine Art First-Level-Support vorstellen, der Bot beantwortet also die am häufigsten gestellten Fragen. Wenn eine speziellere Frage kommt und der Bot hat keine Antwort parat, wird es dann an einen echten Menschen weitergeleitet. Denn sind wir mal ehrlich: Spätestens wenn der Bot die dritte sinnfreie bzw. nicht helfende Antwort gibt, wird man auf der anderen Seite ja aggressiv. Denn: Ich wende mich ja an den Bot, weil ich ein Problem habe. Damit einhergehend habe ich vermutlich nicht die beste Laune, die sich durch blödsinnige Antworten nicht unbedingt verbessert…

    Abschließend: Warum ich nun etwas über Facebook bestellen sollte, erschließt sich mir auch noch nicht. Die damit einhergehenden Schwierigkeiten haben ja auch schon Start-Ups wie GoButler erlebt.

  7. Ne coole Vorstellung ist es auf jeden Fall! Mit dem Datenschutz wird es zwar nicht besser, aber so wie ich das sehe hatten wir diesen noch nie ausreichend!