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Epson Drucker eingetrocknete Druckköpfe behandeln

Bei den Tintenstrahldruckern gibt es Unterschiede: HP-Drucker haben den Druckkopf in der Tintenpatrone integriert. Ist die Patrone leer und wird gewechselt, verrichtete danach auch wieder ein neuer Druckkopf seinen Dienst. Bei Epson hingegen ist der Druckkopf separat im Gerät integriert und es wird beim Patronentausch lediglich der Tintenbehälter getauscht. Das hat den Vorteil, dass Epson-Patronen günstiger sind. Das Problem ensteht allerdings, wenn längere Zeit nicht mit dem Drucker gedruckt wurde und das geht schon bei 2 Wochen Stillstand des Druckers los. Die Druckköpfe ziehen dann hässliche Streifen auf das Papier oder bei längerer Benutzungspause kommt gar keine Farbe mehr auf’s Papier.

Zieht der Drucker nur Schlieren hilft häufig das eingebaute Reinigungsprogramm „Druckkopf reinigen“, dass Ihr im Menü unter Wartung findet. Falls nicht, schaut mal in der Bedienungsanleitung Eures Geräts nach. Wenn keine oder kaum Farbe auf’s Blatt Papier kommt, hilft nur selbst Hand mit Alkohol und notfalls Zahnstocher oder Nadel anzulegen.

Eingetrocknete Patrone, na toll

Meine Mutter benutzt Ihren Drucker gefühlt nur zwei Mal im Jahr. Leider hatte sie sich einen Epson-Drucker zugelegt, weswegen die Druckköpfe samt Patrone nach Monaten ohne Druckauftrag eingetrocknet waren. Da hilft es auch nichts das Reinigungsprogramm des Druckers ein Dutzend Mal durchlaufen zu lassen. Das Einzige, das in meinem Fall sehr gut geholfen hat war Alkohol in Form von Händedesinfektionsmittel. Das war gerade vorhanden und löst die getrockneten Farben bzw. Tinte super auf. Mit etwas Haushaltsrolle habe ich dann die Druckköpfe gesäubert und ordentlich „unter Wasser“ besser „unter Alokohol“ gesetzt.

Dementsprechend farbig war die Haushaltsrolle nach der Reinigung. Bei hartnäckigeren Verstopfungen der Druckköpfe sollte mit der Nadel oder einem Zahnstocher pro Druckkopf einmal „durchgestochen“ werden. Streng genommen wird bei diesem Vorgehen, was ich hier schildere, nicht direkt der Druckkopf gereinigt, sondern die Stechdüsen oder wie auch immer man die nennen mag. Dabei gelangt natürlich der Alkohol auch bis zu den Druckköpfen und sollte die Verstopfung lösen. Falls nicht ist Zahnstocher oder Nadel gefragt.

Druckerpatronen entsorgt

Die alten eingetrockneten Druckerpatronen habe ich vorbildlich via Electroreturn der Post im Briefkasten entsorgt. Die Neuen schnell montiert und nach einem Probedruck direkt die Druckköpfe justiert. Hierzu druckt der Epson XP-312 eine Testseite mit Nummern und Feldern aus, die entsprechend mit den wenigsten Streifen im Display des Druckers eingetippt werden sollen.

Sollte die Reinigung nicht klappen – was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann – gibt es auch die Möglichkeit die Druckköpfe zu ersetzen. Bei den meisten Epson-Druckern dürfte sich das aber nicht lohnen, da die Druckköpfe um die 30 bis 40 Euro kosten. Legt man hier ein paar Euro drauf, hat man schon das Geld für einen neuen Drucker mit neuerer Technologie (vllt. WLAN, falls der Alte es nicht hatte?) beisammen. Das kommt natürlich auf die persönliche Einstellung drauf an. Manche reparieren lieber, auch wenn es nicht wirtschaftlich, aber umweltschonender ist.

Luftdicht verpacken

Für den Testdruck habe ich die neuen Patronen natürlich eingesetzt. Damit sind die Patronen natürlich geöffnet und die Luft kann sie wieder trocknen. Damit dieses Mal das nicht wieder passiert, habe ich die Druckerpatronen mit Frischhalte-Folie verpackt. Am einfachsten ist es hier die Patrone einmal gut einzuwickeln, vorzugsweise die Öffnung zum Druckausgleich und die Öffnung, wo die Tinte raus soll, zu verschließen. Ich hab das ganze dann samt Kabel ins Innere des Druckers verfrachtet. So kann er dann problemlos in den Schrank und in dringenden Fällen wieder benutzt werden. Erfreulicherweise wird das Bedrucken von Totholz gerade im Privatbereich immer weniger.

 
Christopher Piontek: Ich bin ein technikbegeisterter Blogger, nebenberuflich (Fern-)Student der Wirtschaftsinformatik, hauptberuflicher Webentwickler und schreibe auf Bitpage.de gerne Technik-News, Tutorials und Reviews. Meine favorisierten Themen sind #Software, #Internet und digitale Fotografie.

Zeige Kommentare (3)

  • Da kommen Erinnerungen hoch. Mir ist das mit Tintenstrahldruckern schon mehrmals passiert. Ich habe sie nie mehr richtig frei bekommen, obwohl ich immer original Tinte gekauft hatte. Dann bin ich irgendwann auf Laser umgestiegen, und habe seit dem keine Probleme mehr.

  • 100% Frei kriegen tut man die Köpfe eh nie. Und wenn das nicht geht.. kommt irgendein anderer Fehler bei Druckern.. warum sind eigentlich Drucker immer so Anfällig in alle Richtungen? Oo

  • Die Epson Drucker sind die besten welche ich kenne, nur der Druckkopf darf nicht eintrocknen. Wenn nur wenige Düsen betroffen sind hilft oft Fit Geschirrspühlmittel welches der Tinte beigemischt wird, Voraussetzung sind Nachfüllpatronen mit Autoressetchip, dann aber auch drucken.
    Sollte das keine Ergebnisse bringen müssen stärkere Mittel her, die besten Ergebnisse hat bei mir Chlorreiniger aus dem Sanitärbereich gebracht, kann auch der Tinte zugesetzt werden oder Druckkopf ausbauen und hochdosiert den Duckkopf durchspühlen. Das dauert mehrere Stunden, solange der austretende Schaum farbig ist sind noch unaufgelöste Rückstände da. Danach sollte feiner Nebel austreten, den Druckkopf mit Wasser abspühlen und mit Druckluft abblasen, nicht durchblasen. Die Druckköpfe sind nach meiner Erfahrung sehr robust und überstehen mit hoher Wahrscheinlichkeit diese Maßnahme.
    Sind keine anderen Fehler entstanden sollte der gute Epson wieder drucken.
    Von kostspieligen Spezialprodukten sind keine besseren Ergebnisse zu erwarten.

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