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    Kategorie: Internet

Social Media ist zu schnell für ernste Diskussionen

Es ist mal wieder Freitag und der WebmasterFriday behandelt das Thema „Das große Durcheinander im Social-Web„. Können wir ernsthaft auf sozialen Plattformen wie Facebook, Twitter, Google Plus und Co. vernünftigt diskutieren? Ist jede Provokation ein Trollen des Themas? Eignet sich Social Media nur für oberflächige Unterhaltungen? Liegt die Zukunft in kleinen Diskussionsgruppen? Das sind schwierige Fragen, die Martin Mißfeldt uns für den Freitag auferlegt hat. Der Grund dafür ist die #Aufschrei-Debatte und die Kritik an Googles neuer Bildersuche.

Social Media ist schnell

Social Media kann schnell sein. Vor allem auf Twitter häufen sich die Tweets zu einem Trending-Thema wie Aufschrei. Selbst alle Tweets zu lesen wäre fast unmöglich. Je schneller ein sozialer Kanal ist, desto schwieriger ist es vernünftig zu diskutieren. Mit schnell sind viele Beiträge mehrerer Personen gemeint. Wenn 100 Leute vor einem stehen würden und jeder etwas Anderes ruft, ist man schnell überfordert und kann weder reagieren noch agieren. Das erinnert mich auch an die Gebete-Szene von Bruce Allmächtig.

Diskutieren in repräsentativen Kleingruppen

Deswegen kann man ernsthaft und gewinnbringend nur mit ausgewählten Personen diskutieren, die zusammen möglichst ein breites Meinungsfeld abdecken, um dann zu einer Lösung bzw. Schluss zu kommen. Anders funktioniert unsere Demokratie auch nicht: Der Staat kann nicht alle unsere Bedürfnisse befriedigen. Stattdessen wählen wir unsere Volksvertreter, die mit ihren Überzeugungen und Versprechen am ehesten an unsere Bedürfnisse herankommen.

Vorteil der schnellen, sozialen Medien: Jeder kann sich Gehör verschaffen

Soziale Medien sind in meinen Augen sehr gut dazu geeignet auf bestimmte Missstände aufmerksam zu machen und Minderheiten Gehör zu verschaffen. Mir hat die Aufschrei-Debatte z.B. gezeigt, wie oft es noch vorkommt, dass Männer Frauen plump anmachen. Ich vertrete da aber auch die Ansicht, dass sich Frauen gut dagegen wehren können. Dass die Debatte aber so dermaßen durch die Medienlandschaft im Moment getrieben wird, finde ich übertrieben und ungerecht den vielen Männern gegenüber, die sich ordentlich verhalten und alles andere als sexistisch denken.

Teile und Herrsche

Mein Fazit ist also: Diskutieren sollte man in Kleingruppen, nach dem Motto teile und herrsche. Allen kann man es unmöglich recht machen. Aber nur so lässt sich der beste Kompromiss finden.

Discussion Icon von Double-J Design / Lizensiert unter Creative Commons Attribution 3.0

Christopher Piontek: Ich bin ein technikbegeisterter Blogger, nebenberuflich (Fern-)Student der Wirtschaftsinformatik, hauptberuflicher Webentwickler und schreibe auf Bitpage.de gerne Technik-News, Tutorials und Reviews. Meine favorisierten Themen sind #Software, #Internet und digitale Fotografie.

Zeige Kommentare (4)

  • Auch Du hast, wie viele Teilnehmer der heutigen Akton eine klare, differenzierte Position gezeigt. 100 Tweets zu einem Thema lese will und kann ich allerdings nicht lesen. Da diskutiere ich lieber live, im richtigen Leben und nur wenn es wirklich etwas von Belang ist.

    Nice WE,

    Manni

  • Kleine Gruppen sind schön, Nachteil bei dieser Geschichte ist aber ohne passende Moderation verläuft das Thema. Bei Facebook und Co. fehlt im Regelfall die Moderation und jeder quatscht plump darauf los. Bei Twitter ist es noch schlimmer, dies ist ein einfaches drauflos Spammen und führt nicht wirklich zum Erfolg.

  • Twitter und Facebook sind in der Tat schnell. Und aus meiner Sicht dann oft einfach nur unübersichtlich. Andiskutieren ja, aber die eigentliche Diskussion dann doch lieber im Blog, oder noch besser real.

    Grüße

    Thomas

  • Social Media ist oftmals wirklich einfach zu schnell. Eine Diskussion komplett zu verfolgen ist oft unmöglich und als Betroffener zu reagieren gestaltet sich immer schwieriger.

    Dennoch sind Social Networks eine Bereicherung des Internets, man muss einfach die passenden Kanäle und Gruppen aus der Masse filtern können...

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