Home Hardware Die Wahl des perfekten Kopfhörers

[Dies ist ein Gastartikel von Dominik Bleser von Reviewzone] Spätestens seit dem Wiederaufleben der Hipster-Bewegung ist es wieder vollkommen legitim, riesige in der Öffentlichkeit zur Schau zu tragen. So sind inzwischen nicht nur mehr Geschäftsleute mit ihren Bose Noise-Cancelling-Kopfhörern auf der Straße zu sehen, sondern auch stolze -Besitzer mit den momentan so modischen Beats by Dr. Dre. Die Auswahl der richtigen und auch tageslichttauglichen Kopfhörer beschränkt sich also keineswegs mehr auf Ohrstöpsel und In-Ear-Headphones. Doch egal ob dezent im Ohr oder als Statement auf oder sogar über dem Ohr – beim Kopfhörerkauf sollte einiges beachtet werden.

In-Ear, On-Ear oder Around-Ear?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Klassen von Kopfhörern: Denen, die man in das Ohr steckt und denen, die, meist mit Kopfbügeln, auf das Ohr gesetzt werden. Beide Kategorien haben jeweils noch Abstufungen. Die einfachen Ohrstöpsel hängen relativ locker in der Ohrmuschen während In-Ear-Kopfhörer direkt in den Gehörgang gesteckt werden. Oft gibt es in dieser Kategorie auch Sportkopfhörer, welche mit einem zusätzlichen Ohrbügel für einen festen Sitz ausgestattet sind. Bei Bügelkopfhörern wird zwischen On-Ear- und AroundEar-Produkten unterschieden. On-Ear-Kopfhörer sind meist etwas kleiner und sitzen direkt auf dem Ohr, während Around-Ear-Hörer das Ohr komplett umschließen.

Dezent mit Kabelgeräuschen oder auffällig mit perfektem Sound?

Klanglich haben besonders bei den hochpreisigeren Geräten die im Ohr sitzenden oft das Nachsehen, wobei die einfachen Ohrsöpsel konstruktionsbedingt oft das schlechteste Klangbild abliefern. Es gibt jedoch inzwischen wirklich hervorragende In-Ear-Kopfhörer, welche durch separate Treiber für Höhen, Mitten und Tiefen ein Klangbild liefern, welches auch audiophile Hörer zumindest unterwegs zufriedenstellen dürfte. Hier muss allerdings gesagt werden, dass Kabelbewegungen bei In-Ear-Hörern oft unangenehme Geräusche erzeugen, die dem Musikgenuss im Wege stehen können. Hier lohnt sich insbesondere ein Blick auf Testberichte der entsprechenden Geräte.

Da bei den größeren On-Ear- und Around-Ear-Kopfhörern wesentlich mehr Raum für die Klangerzeugung zur Verfügung steht, sind diese besonders im höheren Preissegmenten den kleinen, im Ohr sitzenden Kopfhörern haushoch überlegen. Gleichzeitig sind sie aber auch schwerer und natürlich wesentlich auffälliger.

Noise-Cancelling: Ja oder nein?

Noise-Cancelling bedeutet Geräuschunterdrückung. Bei dem Verfahren werden die Außengeräusche gedämmt, so dass die Wiedergabelautstärke nicht zum Übertönen von lauten Außengeräusche angehoben werden muss. Während passives Noise-Cancelling durch einen festen Sitz der Kopfhörer im Gehörgang eine hohe Abschirmung erreicht, schirmt aktives Noise-Cancelling kontinuierliche Außengeräusche durch entgegengesetzte akustische Töne ab. Allerdings benötigt die aktive Variante einen integrierten in den Kopfhörern.

Mikrofon und Bedienelemente für Smartphones

Da wir unsere Musik heute durch Smartphones oder auch iPods immer bei uns haben, bieten die Hersteller inzwischen eine breite Palette auf Smartphones zugeschnittenen Extras an. So sind viele Kopfhörermodelle bereits mit eingebautem Mikrofon und Lautstärke bzw. Steuerungstasten für Smartphones erhältlich und dienen somit als Headsets oder einfach zur Musiksteuerung. Hierbei sollte beachtet werden, welche Funktionen auf welches Smartphone zugeschnitten sind. Bose bietet bei seinen Modellen beispielsweise für iPhones neben der Headset-Funktion zusätzlich das Anpassen der Lautstärke und Play/Pause sowie das Springen zum nächsten/vorherigen Titel an.

Fazit

Ob In-Ear, On-Ear oder Around-Ear-Kopfhörer, es ist im Endeffekt eine Typsache. Für den Sport sind In-Ear-Ohrhörer mit einem zusätzlichen Ohrbügel die perfekte Wahl. Für den alltäglichen Gebrauch scheiden sich die Geister. Im Trend liegen die Bügelkopfhörer, doch auch viele schwören auf die innenliegenden Modelle, die vor allem bei heißem Wetter angenehmer zu tragen sind. Noise-Cancelling ist eine tolle Funktion, um einen optimalen Soundgenuss, auch bei lauteren Umgebungen wie im Flugzeug oder auf der Straße, zu erreichen.

 

[Bildquelle: Flickr, voidstern, CC BY SA]

2 Antworten zu diesem Blogbeitrag
  1. Da scheiden sich die Geister. Es ist bemerkenswert, dass wir heutzutage Musik mit Hard- und Software für zisch Tausende von Euro produzieren und die meisten Konsumenten hören es dann hinterher mit In-Ear-Stöpseln für 99 Cent.