Home Messen IFA IFA 2015: Huawei Mate S Luxury Version mit Force-Touch im Hands-On

Zur IFA 2015 hat Huawei sein jüngstes Smartphone, das Mate S vorgestellt. Huawei macht sich in Deutschland langsam einen Namen mit guter Qualität, Evolution ihrer Modelle und den dazu angemessen Preis. Beim Mate S ist die Besonderheit die Unterstützung des  5,5 Zoll großen Displays von Force Touch und ordentlich Leistung unter der Haube mit einem  HiSilicon Kirin 935 Octa-Core Prozessor, der mit 2,2 GHz taktet.

Als ich auf der diesjährigen IFA das Mate S in der Hand hielt, fiel mir sofort die edle Verarbeitung des Mate S auf. Es besitzt einen Vollmetal-Unibody-Gehäuse und das fühlt sich hochwertig an.

Force Touch

Force Touch wird der nächste Trend bei den Smartphones werden. Hierbei wird der Druck, der auf das Display des Smartphone ausgeübt wird, erfasst. Die Entwickler können daraufhin die unterschiedliche Druckstärke für neue Funktionen nutzen. Seit Android 2.0 Eclair, das im November 2009 veröffentlicht wurde, gibt es bereits softwareseitig Force Touch-Unterstützung. Mit dem Mate S hat Huawei nun ein Smartphone im Angebot, dessen Display die Druckstärke des Fingers erfasst.

Das funktioniert auch sehr gut und so lässt sich beispielsweise beim Betrachten von Bildern in der Galerie einzelne Ausschnitte entsprechend der Druckstärke heranzoomen. Ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass App-Entwickler Force Touch sehr bald in ihren Apps aufgreifen werden, wenn im Android-Sektor weitere Hersteller das Feature übernehmen.

Auch lassen sich in der linken oder rechten obere Ecke Shortcuts legen, die mit Hilfe von Force Touch in jedem Bereich, die zuvor festgelegten Apps wie z.B. den Soundrekorder oder die Kamera öffnet. Bei der weiteren Entwicklung von Force Touch und möglichen Anwendungen hat Huawei ein Force Touch Idea Lab ins Leben gerufen, bei der jeder seine Ideen zu Force Touch los werden kann. Da Apple bei seinem neuen iPhone 6S ebenfalls 3D-Touch, das nichts anderes als ein etwas anderes Force Touch ist, vorgestellt hat, wird das Thema in den nächsten Monaten mit Sicherheit noch einiges an Relevanz gewinnen.

Smart Knuckle

Cyanogenmod hat es mit seiner Custom-ROM vorgemacht: Man zeichnet ein Symbol auf den Smartphone-Bildschirm und die dazu definierte App öffnet sich. Beim gezeichneten V bei Cynogenmod ist es bspw. die Taschenlampen-Funktionen. Mit Smart Knuckle hat Huawei nun auch dieses Software-Feature übernommen, die in jeder App und Menü funktionieren sollen. Standardmäßig sind die Symbole „c“ für die Kamera-App, „e“ für den Browser und „m“ für den Musik-Player.

Enhanced Fingerprint: Fingerabdruck-Sensor, der auch als Touch-Pad fungiert

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Der Fingerabdruck-Sensor des Huawei Mate S (Luxury als auch Standard Version), fungiert nicht nur zur Erkennung der Oberfläche der Fingerkuppe, sondern auch als Touchpad. Mit einem Wisch nach links oder rechts lässt sich beispielsweise das nächste oder vorherige Bild in der Galerie anzeigen. Mit einem Wisch nach unten lässt sich auch überall die Benachrichtungsleiste herunterziehen und mit einem Double Tap sogar löschen. Langes Drücken auf den Fingerabdruck-Sensors während eines Anrufs, nimmt diesen an.

Als ich die Funktionen des Fingerabdruck-Sensor ausprobiert habe, störte mich allerdings sehr die kleine Vertiefung, denn der Sensor ist nicht eben mit der Rückseite des Metallgehäuses, sondern bildet einen kleinen Graben. Dementsprechend gleitet der Finger immer über den Anfang und das Ende der Vertiefung des Fingerabdruck-Sensors, was ich als unangenehm empfinde und aus diesem Grund lieber weiter normal das Touchpad nutzen würde. Einen Vorteil gegenüber der sonst normal gewohnten Nutzung des Touchscreens gegenüber dem Fingerabdruck-Scanner als Touchpad sehe ich auf Anhieb nicht. Hier lasse ich mich aber gerne eines besseren Belehren.

Technische Daten

  • HiSilicon Kirin 935 2,2 GHz Octa-Core Prozessor
  • 13 Megapixel Hauptkamera mit Saphir Linsen und Dual LED-Blitz
  • 8 Megapixel Frontkamera mit einer LED-Fotoleuchte
  • 5,5 Zoll Display mit FullHD-Auflösung, 401 ppi und Force Touch-Unterstützung
  • Gorilla Glas 4
  • 3 GB RAM
  • 128 GB Flashspeicher
  • microSD-Kartenslot
  • Akku mit 2.700 mAh
  • LTE, WLAN b/g/n, Bluetooth 4.0 und GPS
  • Android 5.1.1 mit der EMUI von Huawei
  • Fingerabdruck-Sensor
  • Vollmetal-Aluminium-Gehäuse, dass spritzwassergeschützt ist
  • 156 Gramm

Vorläufiges Kurzfazit

Das Huawei Mate S in der Luxury Version ist ein edel verarbeitetes Oberklasse-Smartphone, dass das verbesserte Smart Knuckle und Force Touch mit sich bringt und einen – in meinen Augen – sehr zeitgemäßen Speicher von 128 Gigabyte mit sich bringt, der sich auch noch zusätzlich via microSD-Karte erweitern lässt. Auf den ersten Blick finde ich es ein spannendes Smartphone.

Jenachdem wie hoch der Preisunterschied zur Standard Version mit 649 Euro ist, dass Ende September in den deutschen Handel kommt, würde ich es der Standard-Version vorziehen, weil ich Force Touch spannend finde.

Leider konnte ich die Kamera nicht eindeutig testen. Dank separatem Bildsignarprozessor, Dual LED-Blitz und optischen Bildstabilisator soll die Kamera auch bei schwierigen Lichtverhältnissen sehr gute Bilder machen. Das würde ich gerne mal testen.

Das Huawei Mate S in der Luxury Version soll in den kommenden Monaten verfügbar sein und sollte es wohl zum Weihnachtsgeschäft in den deutschen Handel schaffen. Zum Preis und der Verfügbarkeit zur Luxury Version hat Huawei bisher nichts gesagt.


Eine Antwort zu diesem Blogbeitrag
  1. Sieht nach einem echten Konkurrenten für das Galaxy Edge, Iphone 6 und Konsorten aus. Die technischen Daten wissen zu überzeugen, der Speicher ist im Gegensatz zur Konkurrenz ausreichend groß und Huawei nimmt allen Speicherplatzsüchtigen ihre Sorgen. Zudem findei ch es sehr stark, dass man trotz des großen integrierten Speichers, noch die Option auf die Erweiterung via SD-Speicherkarte hat. Hätte ich mir dieses Jahr nicht schon das Galaxy Edge bestellt, würde meine Wahl zum aktuellen Zeitpunkt, höchstwahrscheinlich auf das neue Huawei fallen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist einfach genial. Kann sich wirklich sehen lassen das gute Stück!

    LG, Achim Reiter