Home Mobile Krankenkassen bezuschussen Fitnesstracker und Smartwatches

Bild: Heidi Forbes Öste - CC BY NC-ND 2.0

Krankenkassen sind bemüht Ihre Mitglieder in der körperlichen Gesundheit zu fördern. Die Krankenkasse AOK Nordost beteiligt sich mit einem Kostenzuschuss bei Pulsmessern, Self-Tracker und andere digitale Geräte, die Mitglieder bei ihrem persönlichen Fitnessprogramm unterstützen. Auf Anfrage von CHIP Online bestätigte die Krankenkasse, dass dies auch für die Apple Watch gilt.

„Dieser Zuschuss wird für sämtliche Geräte gewährt, die Herzfrequenz, Streckenlänge, Höhenmeter, Geschwindigkeit, Kalorienverbrauch und so weiter dokumentieren, also für Fitnessarmbänder und Smartwatches – auch die AppleWatch“ hieß es gegenüber CHIP Online. Die Regeln bei solch einem Zuschuss sind von Kasse zu Kasse unterschiedlich.Die AOK Nordost bezuschusst 50 Prozent des Kaufpreises bis maximal 50 Euro. Ebenfalls bezuschusst die AOK Nordost auch Apps, die Daten erheben können die oben genannten Anforderungen erfüllen. Dafür gibt es pro Kalenderjahr eine Erstattung von bis zu 20 Euro. Dies gilt für Apps, Online-Fitnessportale und andere eHealth-Angebote.

Wie sieht es bei den anderen Krankenkassen aus?

Aus Neugier habe ich direkt mal bei der Barmer GEK und Techniker Krankenkasse nachgefragt. Die Barmer GEK gibt leider keine Zuschüsse zu Trackern, Smartwatches oder Apps und verweist auf ihr Gesundheits-Bonusprogramm. Hierbei könen ebenfalls Sachprämien bis zu einem Maximalwert von 50 Euro mit Bonuspunkten bezahlt werden. Die Techniker Krankenkasse geht hier allerdings schon eher in die Richtung. Auf Anfrage verwies die TK zwar ebenfalls auf Ihr Bonusprogramm, aber hier können im Kalenderjahr bis 250€ für den Bonusshop mit gesundheitsbezogenen Prämien gesammelt werden.

In diesen Shop sollen in Zukunft auch Fitnesstracker und Smartwatches wie z.B. die Apple Watch auch Einzug halten, sofern die Aufsichtsbehörde der TK dafür grünes Licht gibt, was die TK bereits noch in diesem Herbst erwartet.

Wenn Ihr mich fragt ist das eine schöne Sache. Ich kann verstehen, dass der Großteil der Krankenkassen hier keinen pauschalen Kostenzuschuss gibt, sondern die Mitglieder sich diese erst verdienen müssen. Punkte gibt es generell für Vorsorgemaßnahmen wie professioneller Zahnreinigung, Krebsvorsorgeuntersuchung oder den anerkannten Besuch eines Fitnesskurses.


2 Antworten zu diesem Blogbeitrag
  1. „Wenn Ihr mich fragt ist das eine schöne Sache.“

    — Überleg mal, wie sich das entwickelt; in 5 Jahren wirst Du dann nur noch den günstigeren Tarif bekommen, wenn Du Deine Daten „freiwillig“ an die Krankenkasse weitergibst.

    Und es gibt sicher noch viel pessimistischere Szenarien.

  2. Ja, das wird noch »interessant«, wenn wir in Zukunft unsere Daten an die Krankenkasse übermitteln müssen, da man ansonsten keine Versicherung mehr bekommt…
    Überwachen und strafen ist die Taktik unserer vergangenen und zukünftigen Gesellschaft, über die auch schon Foucault geschrieben hat.