Home Mobile Nextbike im Test: Mit dem Fahrrad unterwegs in Großstädten

Wer in manchen Großstädten ein Fahrrad hat, wird es nicht lange behalten. Zumindest in Dresden ist die Diebstahl-Quote sehr hoch. Deswegen habe ich es vermieden, mein Fahrrad mit hier her zu nehmen. Fahrrad fahren wollte ich trotzdem. Viele stellen sind hier einfach schneller mit dem Fahrrad zu erreichen. Vor kurzem sind mir einige Räder aufgefallen, die ich vorwiegend in Großstädten gefunden habe. Die einen waren von der Deutschen Bahn und liefen unter dem Namen „Call a Bike“, die anderen laufen zumindest in Dresden unter dem Label „SZ-Bike„, sind jedoch auf die Firma Nextbike zurück zu führen. Ich habe im Internet etwas recherchiert, wie viel der Dienst kostet und habe beschlossen: Ich probiere den Spaß einfach mal aus. Das Resultat meines Testes lest ihr jetzt hier.

Anmeldung über Partner bringt einige Vorteile mit sich

Die Anmeldung geht eigentlich spielend einfach von der Hand. Entweder registriert man sich per , der Website von oder eines Partners. Dabei müssen E-Mail Adresse, Telefon-/Handynummer und ein Passwort angegeben werden. Außerdem muss für die Freischaltung des Kontos eine Zahlungsmöglichkeit angegeben werden. Möglich ist es hier entweder einen Betrag von 9 Euro auf das Konto von zu überweisen oder einfach eine Kreditkarten-Nummer anzugeben. Letztere Möglichkeit führt dazu, dass die 9 Euro anschließend direkt von eurer Kreditkarte abgebucht werden. Ist das passiert, kann der Dienst genutzt werden. Auf Wunsch kann auch noch eine Kundenkarte für zwei Euro bestellt werden, mit der die Freischaltung am Fahrrad einfacher ist. Jetzt eine Empfehlung: Sollte es in eurer Stadt bei einen Partner geben registriert euch über ihn. Dann könnt ihr nämlich sparen. hat im Wesentlichen zwei Tarife. Einmal könnt ihr den Tarif „Radcard“ bestellen, bei dem die ersten 30 Minuten frei sind und im Anschluss nur 50 Cent pro halber Stunde bezahlt werden müssen. Diese kostet 48 Euro im Jahr und ist damit nicht übermäßig teuer. Der Normaltarif, bei dem keine feste Monatsgebühr bezahlt werden muss, ermöglicht euch das Ausleihen von Fahrrädern zum Preis von 1 Euro pro halber Stunde. Für Vielfahrer lohnt sich damit definitiv die Radcard wesentlich mehr. Übrigens sind die Beiträge bei 9 Euro am Tag gedeckelt, sodass für diesen Preis auch mal längere Touren unternommen werden können. Jetzt zum Vorteil eines Partnerangebotes: Damit spart ihr euch den monatlichen Beitrag für die Radcard. In Dresden sind die Sächsische Zeitung unter der Marke SZ-Bike und der Verkehrsbetrieb DVB die Partner. Das spart immerhin 4 Euro pro Monat (bei SZ-Bike 3 Euro pro Monat) oder ermöglicht euch die günstigere Nutzung. Ich selbst nutze mit Hilfe eines Abonnements der Sächsischen Zeitung weitgehend kostenlos.

Viele Stationen und bis zu vier Fahrräder

Die Nextbike Fahrräder findet ihr an vielen Stellen in Großstädten. Zum einen gibt es feste Nextbike Stationen, die sich an wichtigen Fluktuationspunkten der Stadt finden, zum anderen stellen die Nutzer teilweise auch die Räder in der Nähe einer großen Kreuzung in der sogenannten Flexzone, das heißt einer flexiblen Nutzungszone, ab. Fast überall in einer großen Innenstadt findet ihr in der Nähe ein solches Fahrrad. Das nächste könnt ihr euch in der App anzeigen lassen. Die Freischaltung ist je nach Methode denkbar einfach. Entweder ihr ruft die Hotline an und müsst dann die Fahrradnummer angeben, die hinten aufgedruckt ist oder ihr scant mit dem einfach den QR-Code. Eine manuelle Eingabe in der App ist auch möglich. Anschließend bekommt ihr per Hotline entweder die Nummer des Schlosses angesagt oder in der App steht die jeweilige Freischaltnummer des Schlosses. Die Fahrräder sind in einem guten Zustand. Manchmal schleift die Kette etwas, aber sonst kann man damit schon gut fahren. Sie haben drei Gänge und einen tiefen Einstieg. Die Räder haben einen Fahrradkorb, was für Einkäufe sehr praktisch ist. Was ich nicht gefunden habe ist, wie man die Beleuchtung einschaltet. Als ich das Fahrrad dann geparkt hatte war allerdings das Standlicht an. An sich fahren sich die Räder sehr angenehm und durch den Gelsattel lassen sich auch längere Strecken gut zurücklegen. Übrigens können bis zu vier Fahrräder gleichzeitig ausgeliehen werden. Das heißt wenn ihr mal Freunde mitnehmen wollt ist das kein Problem. Die Abmeldung des Fahrrades ist auch kein Problem. Dazu muss lediglich in der App das Fahrrad gewählt und der Standort festgelegt werden, an dem das Fahrrad geparkt wurde. Dabei sollte man jedoch darauf achten, dass die Bedingungen für den Standort erfüllt werden, da es sonst zusätzliche Gebühren kostet. Auch solltet ihr das Fahrrad wirklich sicher abschließen, denn bei Diebstahl oder Schäden haftet ihr. Auch ein Defekt am Fahrrad sollte noch vor Fahrtantritt gemeldet werden, da es sonst keine Erstattung für Gebühren gibt. In der Regel sollte jedoch alles gut laufen.

Fazit: Für Berufspendler sehr gut, für die Freizeit eher naja

Nextbike gefällt mir. Allerdings halte ich das Modell nicht unumfänglich für gut. Der Radcard-Tarif eignet sich für Nutzer, deren Arbeitsstelle 30 Minuten im Umkreis liegt und die sich etwas besser sportlich betätigen wollen. Das war bei mir der Fall. Für die Freizeit würde ich den Dienst denke ich nur in einem Urlaubsort in Anspruch nehmen, wenn keine Alternative zur Verfügung steht. Denn 9 Euro für einen Tagesausflug finde ich dann doch etwas viel. Aber in der Stadt ist die Möglichkeit Fahrräder bei Nextbike zu leihen besonders deswegen optimal, weil Fahrräder hier schneller Diebesgut werden und man so eine günstige Alternative zum Neukauf eines gestohlenen Fahrrads hat. Zudem gefällt, dass bis zu vier Fahrräder gleichzeitig ausgeliehen werden können. Sehr schön ist auch, dass Apps für alle wichtigen mobilen Betriebssystem zur Verfügung stehen. Darunter auch Windows Phone.


Eine Antwort zu diesem Blogbeitrag
  1. Wie kommst Du auf 48 Euro für die RadCard? Bei mir kostet die 3 Euro im Monat – also 36 Euro pro Jahr.