Audials 2017 – Noch schneller und einfacher zu Musik

Schon seit einigen Jahren ist Audials für mich ein ständiger Begleiter. Der Grund: Ich möchte gern Musik haben, aber nicht auf illegale Quellen zurückgreifen. Deswegen hol ich mir (fast) jedes Jahr die aktuelle Version der Software. Ab und zu nehm ich damit natürlich auch einen Film bei Maxdome oder Netflix auf. Während ich die Version 2016 ausnahmsweise mal übersprungen habe ist die 2017er Version wieder auf meiner Platte gelandet. Während ich zunächst gedacht habe, dass sich seit der letzten Version nicht viel getan hat habe ich mich getäuscht. Einige interessante neue Funktionen und viele Verbesserungen haben es in die neuste Version von Audials geschafft. 

Radio: Welche Titel wurden zuletzt gespielt?

Für die aussterbende Spezies der Radiohörer, zu denen ich mich noch zähle, wurde bei Audials One 2017 ein bisschen an der Radiofunktion nachgebessert. Während es mit der vorherigen Version lediglich möglich war gehörte Musikstücke im Nachhinein noch aufzunehmen können jetzt bis zu 200 Stücke in der Titelhistory abgerufen werden. Diese werden dann zwar nicht vom Sender direkt aufgenommen, können aber mit zwei Klicks über die Musiksuche gefunden werden. Das Feature funktioniert allerdings nur bei Radiosendern, die direkt den Titel ausgeben. Wenn ihr also einen Sender wie DRadio Wissen habt, der noch eine Menge Zusatzinformationen mit über den Stream kommuniziert ist es nicht möglich, den Titel zu finden. Ebenso gilt das natürlich, wenn der Sender keine Tags von Liedern mitsendet, wie zum Beispiel MDR Klassik. Wer sich eine große Musiksammlung von den Sendern erhofft, der sollte auch genau auf die Senderauswahl achten, weil wie ihr wisst, die Moderatoren mal gern ins Lied reinreden oder aber auch ein Jingle oder der folgende Track ein Musikstück unterbrechen. Hierfür gibt es einen Filter bei dem Sender angezeigt werden, die nur vollständige Titel spielen. Die Sender, die vollständige Titel spielen werden darüber hinaus in der Senderdatenbank mit einem Edelstein gekennzeichnet. Meistens handelt es sich jedoch um Sender von Laut.FM oder internationalen Angeboten, die oftmals eher in niedrigerer Bitrate senden.

Die Musiksuche und die Wunschliste wurden verbessert

Was in Audials verbessert worden ist sind sowohl die Musiksuche als auch die Wunschliste. Bei der Musiksuche kann man jetzt, wenn man einen Künstler, sich die jeweiligen Top-Hits des Künstlers anzeigen lassen. Außerdem lassen sich jetzt direkt die Top 10 Hits in bestimmten Kategorien direkt saugen. Audials One 2017 verspricht weiterhin, dass bei der neusten Version insgesamt 10 mal mehr Sender überwacht werden bei der Wunschliste, als das bei vorherigen Versionen der Fall war. Dieser Eindruck hat sich bei mir bestätigt. Bei bekannten Künstlern ist es ja an sich kein Problem sehr schnell an alle möglichen Songs heran zu kommen. Anders hingegen sieht es mit Künstlern aus, die eher in unbekannteren Gefilden schwimmen. Hier muss sich die Software des Öfteren beim Radio bedienen und siehe da: Dadurch lässt sich schnell die ein oder andere Lücke bei Alben füllen. Weiterhin erlaubt die Musiksuche jetzt, dass man gezielt nach Aufsteigern, Top-Hits und Evergreens suchen kann. Das heißt wenn man nach einem Künstler sucht werden entsprechende Filtermöglichkeiten angeboten, die das Entdecken neuer Musik vereinfachen und das Finden der eigenen Lieblingslieder verbessern sollen. Neben der Möglichkeit Musik auf dem eigenen Rechner zu speichern bietet Audials weiterhin die Variante an, dass man nur den Link in einer Playlist speichert. Direkt in der Software kann die Playlist dann abgespielt werden und verbraucht nicht so viel Speicherplatz, als wenn man das Musikstück direkt auf die Festplatte packt.

Musik mitschneiden ist ab sofort auch für Hörbücher optimiert

Was ich persönlich noch nicht ausprobieren konnte sind viele der Funktionen im Bereich „Musik mitschneiden“. Klar habe ich damit schon ein paar Alben von Spotify aufgenommen und war mit der Qualität sehr zufrieden, aber Audials verspricht auf seiner Homepage, dass ab sofort auch Hörbücher besser von Spotify und Deezer aufgenommen werden können. Weiterhin gibt es jetzt hier einen Reiter Videoportale, mit denen Musikplaylists von Videoportalen im Browser abgespielt und gleichzeitig im Hintergrund über die Audials Direktaufnahme heruntergeladen werden können. Schön ist, dass ab sofort getrennt werden kann ob man die Musik direkt über den Browser oder aber über die Desktop-Software aufnehmen will. Beides bietet seine Vor- und Nachteile, jedoch ist die Qualität der Musik erfahrungsgemäß in der Desktop-Software Etwas besser und nur hier kann mit zweifacher Geschwindigkeit mal schnell ein Album gezogen werden. Wichtig beim Benutzen von Audials: In vielen älteren Versionen geht natürlich das Mitschneiden der Musikdienste noch, jedoch werden ab und zu Änderungen an den Musikdiensten vorgenommen, die das Abgreifen von Tags schwerer machen. Hier empfiehlt es sich tatsächlich immer die neuste Version installiert zu haben. Ich habe den Unterschied direkt mitbekommen, weil ich ein Jahr kein Upgrade auf die neuste Version gezogen habe und entsprechend viele Musikstücke ohne entsprechende Tags auf dem Rechner gelandet sind.

Bei der Videoaufzeichnung wurde auch nachgebessert

Im Allgemeinen nutze ich die Funktion eher weniger, aber ich habe sie auch schon erfolgreich eingesetzt: Das Videos mitschneiden. Hier können von verschiedenen Portalen wie Netflix, Maxdome und Co. die Videos einfach per Bildschirmaufnahme mitgeschnitten werden. Audials verspricht auch hier große Verbesserungen im Vergleich zur Vorgängerversion. Sogenanntes Adaptives Videostreaming kommt hier zum Einsatz. Dabei werden unterschiedliche Teile des Videos jeweils einzeln aufgenommen und wieder zusammengesetzt. Das soll Ressourcen sparen und Ruckler verhindern. Tatsächlich habe ich mich beim ersten Ausprobieren sehr gewundert, dass beim Mitschneiden einer DVD Video und Ton nicht synchron waren. Die fertige Aufnahme zeigte jedoch, dass die Aufnahme richtig funktioniert hat. Gleichzeitig zeigt euch Audials jetzt an, ob ihr lieber aus der Windows App oder von der Website aufnehmen solltet um die optimale Qualität zu erreichen. Das ist sehr hilfreich, denn nicht immer liefert die native App eine optimale Bildqualität.

Fazit: Audials One 2017 lohnt sich als Update

Sehen die Neuerungen zunächst erstmal klein aus, so entpuppen sie sich mit der Zeit als echt hilfreich und durchaus nützlich. Ich habe Audials One 2017 im täglichen Einsatz und schon einige Alben damit legal heruntergeladen und auch diverse Videos auf dem Rechner gespeichert. Für Nutzer, die gern eine große Musiksammlung ihr Eigen nennen und nicht über unbegrenztes Datenvolumen oder einen Bezahldienst für Musik- und Videostreaming verfügen ist die Software genau das Richtige, denn hier gehört das Musikstück dann euch und kann auf allen Geräten abgespielt und genutzt werden. Solltet ihr euch auf einen Bereich spezialisieren wollen – zum Beispiel, wenn ihr nur Musik ziehen wollt, dann empfiehlt sich Audials Music Rocket. Dabei handelt es sich auf eine auf die Musikfunktionen reduzierte Variante des Programms. Die volle Version von Audials kostet 49,90 Euro, das Upgrade von älteren Versionen 29,90 Euro. Es empfiehlt sich auch ab und zu nach Sonderangeboten Ausschau zu halten, bei denen ihr Audials One 2017 günstiger bekommt.

Von | 2017-02-03T11:31:41+00:00 3. Februar 2017|Allgemein|11 Kommentare

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11 Kommentare

  1. Jens Röge Feb 15, 2017 um 12:12 Uhr

    Kannte ich so in der Form gar net..nutze Spotify aber irgendwie sagt mir das nicht mehr sonderlich zu. Sieht ziemlich interessant aus dieses „Audials“ ist die Quali wirklich so gut?

  2. Wolle Mrz 5, 2017 um 15:52 Uhr

    Ein interessanter Bericht! Bei mir läuft immer noch die 2013er Version. Da scheint sich ein Update wirklich zu lohnen und der Preis dafür ist ja auch recht überschaubar.

  3. Angel Mrz 5, 2017 um 21:21 Uhr

    Nutze immer noch Audials 11 und dachte mir: „wird mal Zeit für ein Update“ 😉 Nach so einem Bericht wie diesen hier habe ich gesucht, danke!
    Audials Music Rocket kannte ich auch noch nicht, das scheint für meine Zwecke genau das richtge zu sein 🙂

  4. Nina Mrz 6, 2017 um 18:18 Uhr

    Bis jetzt hab ich noch nie von Audials gehört, aber die Fotos sehen aus, wie das Interface von Spotify.
    Zumindest ist eine gewisse Ähnlichkeit vorhanden.
    Auf alle Fälle mal ein Versuch wert, ich lass mich gerne überraschen!

  5. Thomas Mrz 8, 2017 um 03:18 Uhr

    Die Videoaufzeichnungsfunktion von dieser Software ist mittlerweile echt ziemlich toll! Audials ist auf jeden Fall einer der Insider Tipps für gute Musik, während andere nur mit den Mainstream Programmen unterwegs sind 😀
    Ich finde auch die Oberfläche mittlerweile besser als bei Spotify! Echt gut, was alles möglich istt!

  6. Andreas Mrz 9, 2017 um 13:34 Uhr

    Ich nutze Audials One auch seit einiger Zeit. Und ich muss ich zugeben, dass ich begeistert bin. So schnell und vor allem legal kann man sonst kaum seine Festplatte mit Musik füllen. Sehr cool und effiktiv finde ich hierbei die Wunschliste.

  7. Sophie Mrz 23, 2017 um 17:56 Uhr

    Heyho, danke für die Infos 😉 Ich habe auch immer Spotify benutzt.

  8. Tanja Mrz 31, 2017 um 10:47 Uhr

    Hab ich ja noch nie gehört von der Plattform…

  9. Martina Hingiss Apr 24, 2017 um 14:48 Uhr

    Lieber Christifer,
    vielen Dank für eine wichtige Information! Ohne moderne Musick kann ich mich mein Leben nicht vorstellen. Audials werde ich gerne benutzen. Danke Mann und mach noch mehr solche Beitrage!

  10. Michael Mai 12, 2017 um 19:46 Uhr

    Audials One ist echt klasse. Ich kann mich noch gut an den Radiotracker von dem Entwicklerstudio erinnern, damals war das mein absolutes Lieblingsprogramm. Zu der aktuellen Version von Audials One: Es ist normal, dass die Änderungen eher minimaler Natur sind. Audials One gibt es ja auch schon seit über 10 Jahren, da fällt es sicherlich schwer jedes Jahr einen neuen Mehrwert zu generieren. Die können das Rad ja auch nicht immer wieder neu erfinden.

    Danke für den Bericht, vielleicht sollte ich auch mal wieder updaten 🙂

    Grüße
    Michael

  11. Jana Mai 22, 2017 um 23:38 Uhr

    Danke für den Super Artikel.

    VG
    Jana

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