Home Internet Lieferheld und Pizza.de verlangen höhere Provisionen

Noch vor ein paar Monaten haben sich die Lieferdienst-Vermittler Lieferheld, Pizza.de und Lieferando einen harten Konkurrenzkampf mit Gutscheinen und Rabatten geliefert. Nun erhöhen die zwei der drei markstärsten Lieferdienst-Vermittlungsplattformen die Provision saftig. Lieferheld wird ab diesen Monat die Provision auf den Umsatz der beauftragten Lieferdienste von 9 auf 14 Prozent erhöhen. Vor kurzem hat Pizza.de seine Umsatzbeteiligung von 10 auf 13 Prozent erhöht. Dies berichtet die Wirtschaftswoche.

Lieferdienste wie Pizzerien, Sushi-Küchen oder Imbissbuden trifft das besonders hart. Dank der Preissensibilität der Kunden können diese nur gering oder gar nicht die Preise erhöhen. Verschiedene Preise für Online-Bestellung und normaler Telefonbestellung würden schwerlich von Kunden akzeptiert werden. Das Problem gibt es schon bereits seit Jahren mit der Umsatzsteuer: Mitgenommen ist sind es 7 Prozent. Vor Ort gegessen 19 Prozent. Das erklärt Carsten beispielhaft anhand der Currywurst.

Das nächste Problem ist bei den Lieferdiensten auch das Trinkgeld. Ich persönlich hab immer noch ein paar Euro irgendwie doch Zuhause, um nach Online-Zahlung auch noch was für das Trinkgeld übrig zu haben. Habe ich genügend Geld im Haus, bestelle ich auch gar nicht online, sondern direkt bei der Pizzeria. Warum soll ich sonst über Lieferheld und Co. bestellen? Übrigens bestelle ich schon lange nicht mehr bei Lieferando. Der Service ist mir da zu schlecht.

Ich könnte mir noch eine Lösung für die Lieferdienste vorstellen: Sie bieten selbst das bargeldlose Zahlen an. Zum Beispiel mit Hilfe von iZettle. Einfache Kartenzahlung über’s Smartphone und es werden nur 2,75% Transaktionsgebühren fällig. Im Gegensatz zu 14 Prozent eine deutliche Verbesserung. Wie seht Ihr das? Liegt das Problem überhaupt beim bargeldlosen Bezahlen oder ziehen die Kunden vielleicht doch die Bestellung via App oder Webseite vor? Am Telefon passieren ja öfters auch mal Missverständnisse.

Bildquelle: Álvaro Ibáñez via Flickr, CC 2.0 Lizenz


Eine Antwort zu diesem Blogbeitrag