Home Messen Barcamps Mein Tweetcamp 2013 Recap #tck13

tweetcamp-logo Vor ein paar Monaten bin ich auf das Tweetcamp aufmerksam geworden, welches erstmals in Deutschland und dann auch noch “um die Ecke” in Köln statt finden sollte. Das Tweetcamp ist ein Barcamp für Twitter. Da das Tweetcamp auch für mich das erste Barcamp war, hier mal kurz erklärt, was ein Barcamp ist. Das Twitter-Gefolge vor Ort war wirklich schwer in Ordnung. Jeder nett und freundlich. Alle Sessions sind friedlich abgelaufen und jeder hat sich eingebracht. Das fand ich so klasse, dass ich Daniel sofort zugestimmt habe, als er vorgeschlagen hat, dass wir beide eine Session zu Twitter und App.net halten.

Die Sessions

2013-06-15 10.25.06 Am ersten Tag haben wir uns alle erst einmal vorgestellt und es waren wirklich die unterschiedlichsten Twitterer vor Ort. Einige haben beruflich mit Twitter und Social Media im Allgemeinen zu tun, aber auch viele Blogger und private Twitterati waren zum Tweetcamp gekommen. Danach ging es dann schon an die Sessions, die nach der Vorstellungsrunde vorgeschlagen wurden.

Warum Mutti fast keinen Hangout halten durfte

Auf dem Tweetcamp habe ich das erste Mal von diesem politischem Debakel erfahren. Der Codename “Mutti” steht für unsere Angie, Frau Dr. Angela Merkel.

Diese wollte einen eigenen Hangout auf Google+ halten und es damit Obama nachmachen, die es in Zusammenarbeit mit Google durchführten. 2013-06-15 12.04.45

Der Redner @gsohn hat dies genutzt und ist auf die Rechtsunsicherheit von Live Video- und Podcastern eingegangen, die der Rundfunkstaatsvertrag mit sich bringt. “Ob Angela Merkel denn auch eine Lizenz hat?” wollte er wissen und brachte einen Stein ins Rollen.

Den Hangout zu dem Thema mit Gunnar Sohn und mit ZAK Chef Brautmeier, könnt Ihr hier ansehen.

 

Krümie, das Social Media Experiment

2013-06-16 15.59.00 @derUnterstrich hat dem Krümmelmonster Leben eingehaucht und nun ist es sein Untermieter. Neben einem eigenen Facebook-Profil, twittert das keksbesessene Plüschtier und hält uns alle bei guter Laune. In der Session von Tobias ging es um die Erfolge von @kruemie und das man mit guten Posts auf Facebook auch ganz von alleine Reichweite aufbauen und “Likes” sammeln kann.

Missbraucht ein Unternehmen seine Facebook-Seite oder Twitter-Profil nicht nur als Linkschleuder, erreicht man damit schon ganz von alleine viele Menschen. Toll fand ich auch die Ideen, die sich aus der Session heraus entwickelten. So könnte @kruemie auch noch eigene Spotify-Listen oder eine Amazon-Wunschliste haben. Diese digitalen Spuren verleihen dem Keksvernichter noch mehr Authentizität.

Tame

Eine Suchmaschine für Twitter, das wär’s! Und genau das ist Tame. Eine Suchmaschine, die dich Deine Timeline, Hashtags oder Nutzer analysieren und durchsuchen lässt. So wurde bspw. beim Hashtag #tck13 die @ManuMarron am häufigsten erwähnt, weil Ihr Tweet zur Teilnahme an der Twitter-Umfrage “Warum twittert Ihr?” sehr häufig retweetet wurde. (Btw: Die Umfrage-Ergebnisse wird es bald im simyo Blog geben) Ebenso lässt sich herausfinden, welche Hashtags #tck13 ähnlich sind. Dies sind laut Tame bspw. #nr13 oder #barcamp. Letzteres Hashtag ist klar, warum es #tck13 ähnlich ist, #nr13 deshalb, weil es der Hashtag für die große Netzwerk-Konferenz in Hamburg mit dem Themenschwerpunkt Journalismus ist. 2013-06-16 11.33.26

Man kann neben Hashtags und Nutzer, aber auch Listen analysieren. Worüber reden die A-Blogger auf Twitter? Pack sie in eine Liste und analysier sie mit Tame.

Tame hat sehr großes potential und ist besonders für Journalisten wertvoll, die aktuelle Informationen aus Twitter ziehen und analysieren wollen.

Tame ist das Google für die Twitter. Dies haben viele Crowdinvester auf Companisto.de erkannt und in der Crowdinvesting-Phase von Tame insgesamt 250.000€ in Tame investiert.

Mein Rat an Euch: Schaut Euch Tame einmal an und guckt mal was der Tobias Wagner damit auf dem ZDF Blog Hyperland oder dem firmeneigenen Blog anstellt.

Filme im Netz

2013-06-16 13.03.12 Sehr schön war auch, dass ich den @schnodderpeppe auf dem Tweetcamp getroffen habe. Er hat ebenfalls eine Session gehalten über Filme im Netz. Hier ging es vornehmlich um virale Werbevideos von Firmen. Der David hat hier mal ein wenig von seinen Erfahrungen vom Video-Business erzählt. So ist bspw. ein gutes Werbevideo sehr – naja sagen wir es mal positiv – kostenintensiv und geht gerne in den oberen sechsstelligen Bereich.

Eines dieser teuren, viralen Werbevideos dürfte nachfolgendes sein:

David hat aber nicht nur über derartiges Werbevideos gesprochen, sondern auch für die meisten von uns ungewöhnliche YouTube-Videos wie Strick-HowTos oder sogenannte HAUL-Videos, wie diesem.

Diese Session war sehr informativ und lustig. An dieser Stelle nochmal danke an David von Frogmotion.

Twitter versus App.net

Daniel von Juiced hatte die Idee, ob wir nicht zusammen eine Session zum Thema Twitter und App.net halten. Das Interesse bei den Tweetcampern war ebenfalls groß und haben gemeinsam in einem Frage und Antwort-Spiel #ADN vorgestellt. Womit wir hauptsächlich aufräumen wollten: App.net ist keine grundsätzliche Twitter-Alternative, sondern stellt die Infrastruktur für soziale Netzwerke bereit. Wer mehr erfahren möchte, kann sich den aufgezeichneten Stream gerne anschauen.

Abschluss und Fazit

2013-06-16 16.01.57 Zum Abschluss am Sonntag hat @dieSteph am Ende noch eine Abschluss-Session vorbereitet, bei der sie ihren wohlverdienten und lang anhaltenden Applaus genießen konnte und wir Ihr Feedback für das nächste Tweetcamp geben konnten. Ich muss auch sagen, dass das Tweetcamp sehr gut organisiert war, auch wenn es ein paar Verbesserungsvorschläge gab. Ich fühlte mich sehr gut aufgehoben und versorgt.

Dankeschön an dieser Stelle nochmal an das Orga-Team des Tweetcamps! Wenn @dieSteph für das nächste Jahr dieselben oder ähnliche Räumlichkeiten organisieren kann, wird es definitiv auch ein weiteres Tweetcamp geben.

Ich selbst konnte auch endlich mal den Daniel Höly persönlich kennen lernen und hab Tobias Wagner von Tame kennen gelernt. Es hat super viel Spaß gemacht und die Leute waren alle schwer in Ordnung.

Bei der Abschluss-Session hatte ich auch das Glück von der @manumarron aus der Losbox für das O’Reilly Buch “Social Media Marketing – Strategien für Twitter, Facebook & Co.” gezogen zu werden. Der Gewinn hat mich deshalb so gefreut, weil ich das Buch eigentlich schon kaufen wollte und es noch aufgeschoben hatte. Danke sehr O’Reilly! 🙂

Sollte das Tweetcamp nächstes Jahr wieder statt finden, werde ich in jedem Fall mit dabei sein. Ich kann es jedem Twitter-Nutzer nur empfehlen! Vielleicht sehen wir uns dann ja auch nächstes Jahr. 😉


2 Antworten zu diesem Blogbeitrag
  1. Sehr cool! Eines vorweg: Mich hat’s auch enorm gefreut, dich auf dem Tweetcamp mal in real life/echt/3D/Farbe etc. kennengelernt zu haben. Finde es immer bereichernd, wenn Online-Kontakte in echte Begegnungen münden.

    Jetzt zum Artikel: Wow, du hast wirklich sehr schön alle Sessions zusammengetragen, die du besucht hast (bis auf die erste, aber da waren wir ja noch totmüde… 😉 ). Und ja, beim nächsten Tweetcamp wäre ich auch wieder definitiv dabei. Auch, wenn ich leider nichts gewonnen habe 😉

  2. „keksbesessene Plüschtier“ Also ich bitte dich, dass ist eine Unterstellung! Ich liebe auch Kuchen und andere Gebäcke! Außerdem PSSSSSSSSSSSST Nicht verraten was noch Kommt.

    Krümlige Grüße von Krümme