Home Internet Endlich: WhatsApp plant Web-Version vom Instant-Messenger

Ich weiß noch wie damals WhatsApp 2009 gestartet ist. Damals hatte ich noch ein iPhone 3G und nutzte zum Instant Messaging Viber. Später dann WhatsApp. Trotz der Datenschutz-Vorwürfe verwenden inzwischen 600 Millionen Nutzer weltweit WhatsApp. Niederländische Blogger von AndroidWorld.nl haben jetzt im Code mehrere Hinweise auf eine Web-Version von WhatsApp gefunden. Pavel Durov, Gründer vom Instant-Messager Telegram, hatte bereits vorhergesagt, dass WhatsApp an einer Web-Version arbeitet. WhatsApp hatte versucht für die Web-Version von Telegram verantwortliches Personal abzuwerben.

Hinweise im Code von WhatsApp

Im Code lassen sich die Hinweise auf die WhatsApp-Webversion finden. Anscheinend soll der Anmeldevorgang via QR-Code verfahren geschehen. Ich könnte mir dabei vorstellen, dass in der Webversion ein QR-Code angezeigt wird, der mit der Smartphone-App des Instant-Messagers gescannt werden muss und der dann das „OK“ an den Webserver online schickt, dass der Benutzer berechtigt ist das WhatsApp-Konto registriert auf die Mobilfunknummer zu nutzen.

WhatsApp_Web_Code

Eine Web-Version bietet viele Vorteile

Für die Privatnutzer ist der Vorteil ganz klar die mechanische Tastatur am Rechner, mit der die Textnachrichten viel schneller geschrieben werden können. Intensive WhatsApp-Nutzer können Ihr Textnachrichten-Pensum noch steigern und für die breite Masse dürfte das Teilen und Verschicken von Online-Inhalten einfacher werden, da der Transfer auf’s Smartphone wegfällt.

Aber auch für das Marketing ist die Web-Version von WhatsApp sehr interessant: So hat die Redaktion der Heilbronner Stimme zum Jahrestag am 4. Dezember des Bombenangriffs auf die Stadt Heilbronn 1944 die protokollierten Geschehnisse zu der jeweiligen Uhrzeit via WhatsApp-Nachricht verschickt. Eine tolle Aktion, die bei den auf 2.500 limitierten Teilnehmern sehr gut ankam. Sie hatten das Gefühl wahrlich an der Geschichte teilzunehmen. Der Aufwand der Redaktion war hierfür allerdings enorm. Zwei Leute haben abwechselnd WhatsApp mit Adressbuch-Nummern gefüttert und Broadcast-Listen erstellt und befüllt. Über die Webversion könnte dieser Aufwand reduziet werden. Das kommt auf die Features an, die WhatsApp in der Web-Version zur Verfügung stellen wird.