Na, wer sagt’s denn! Gestern Abend haben unsere Bundestagsabgeordneten den Gesetzesentwurf zur „Auswahl und zum Anschluss von Telekommunikationsendgeräten“ verabschiedet. Das Gesetz befreit uns Kunden von den aufgezwungenen Routern der Provider, wie es z.B. bei Unitymedia der Fall ist und es die Router wie die Fritz-Box nur als Mietrouter gibt. Seit zwei Jahren dauert die Diskussion im Bundestag an und die Provider haben versucht das Gesetz zu verhinden. Mit Argumenten wie nicht geeignete Router würden das Netz zusätzlich belasten, haben sie es versucht. Tja, vergebens! Zum Glück! Jetzt muss das Gesetz nur noch durch den Bundesrat.

Her mit den Zugangsdaten!

Die notwendigen Zugangsdaten sollen „dem Teilnehmer in Textform, unaufgefordert und kostenfrei bei Vertragsschluss zur Verfügung zu stellen“, lautet der Wortlaut im Gesetzt. Provider sollen mit Bußen bestraft werden, wenn sie dieser Pflicht nicht nachkommen. Bisher war dies das „praktische“ Problem, dass Kunden keine eigene Router-Hardware einsetzen konnten.

Gesetz könnte noch scheitern

Das Gesetz zur Abschaffung des Routerzwangs könnte leider noch scheitern. Die Länderkammer hatte sich bereits gegen das Gesetz ausgesprochen und die Argumente der Provider genutzt. Der Bundesrat könnte noch einen Vermittlungsausschuss anrufen und seine Zustimmung verweigern. Unklar ist auch, ob der Bundesrat das Gesetz noch verzögern wird. Die Abschaffung des Routerzwangs soll frühestens sechs Monate nach Beschluss in Kraft treten, um den Providern die Gelegenheit zu geben darauf reagieren zu können.

Aufgezwungene instabile billig Router

Für jeden Technikaffinen dürfte der Routerzwang ein Dorn im Auge sein. Als ich noch Unitymedia-Kunde war, habe ich extra eine Zusatzoption gebucht, um eine Fritz-Box zu bekommen. Bei diesem Router war es sicher, dass sich der DNS-Eintrag konfigurieren ließ. Nur deswegen 5 Euro mehr im Monat bezahlen, weil der DNS-Server von Unitymedia damals häufig Probleme zu machen schien. Die meisten bereitgestellten Router der Provider sind meiner Erfahrung nach mit Zusatzoptionen aufgebläht und häufig instabil. Wie oft musstet Ihr schon einen Telekom-eigenen Router vom Strom nehmen oder resetten, damit Ihr wieder surfen konntet? Das sollte hoffentlich bald Geschichte sein.