Home Messen Barcamps Das erste Barcamp in Bonn – es war super

Vor kurzem fand das erste Barcamp Bonn stand und ich hatte das Glück letztes Jahr zur Weihnachtszeit eins der beliebten Tickets als früher Vogel zu bekommen. Das Barcamp war sehr gut besucht und die Teilnehmer hatten viele Sessions im Gepäck, sodass diese nach Interesse gefiltert wurden, da es schon mehr Sessionangebote als verfügbare Räume im Forum Internationale Wissenschaft in Bonn gab. Eine der interessantesten Sessions dürfte die Präsentation des Xerox-Bugs von David Kriesel sein, die er bereits auf dem 31C3 gehalten hat. Der 31C3 ist die jährliche Konferenz des Chaos Computer Clubs. Welche Sessions ich besucht habe und was ich daraus an Erfahrung mitgebracht habe, erfahrt Ihr in diesem Blogbeitrag.

Die für mich interessantesten Sessions möchte Ich Euch nacheinander vorstellen. Dies ist zum einen die von Ilse Mohr gehaltene Sessions zu Netzpaten 50+, der Home-Office Session „Wie ich mich von der Welt zurückzog und unermesslisch reich wurde“ von Jürgen Vielmeier, der Crypto-Session und natürlich dem Xerox-Bug von David Kriesel.

Einen Netzpaten für Menschen 50 Plus stehen

Wenn Ihr diesen Abschnitt nicht übersprungen habt, dürfte es Euch wie mir und den Session-Teilnehmern gehen: Wir alle kennen und helfen Jemanden, der nicht mit der digitalen Technik aufgewachsen ist wie wir. Oftmals ist es schwer hier die technischen Dinge zu erklären und vor allem wo soll man anfangen? Aus dieser Session habe ich mitgenommen, dass Ältere und Senioren sich sehr gut beim Interesse abholen lassen und so z.B. fürs Kochen und Backen Chefkoch zu empfehlen oder das Smartphone mit WhatsApp um mit den Enkeln in Kontakt zu bleiben. Etwas war mir auch nicht bewusst: Je näher man dem Lehrling für Technik steht, desto schwieriger wird es ihm etwas beizubringen. Stolz und das Gefühl sich von einem Jüngerem etwas beibringen zu lassen wirken sehr kontraproduktiv. Deswegen sollten wir einen Netzpaten stehen für jemanden, mit dem wir kein verwandschaftsähnliches Verhältnis führen.

Cryptoparty

Zum Thema digitale Sicherheit gab es viel zu sagen. Auf Grund der Zeit mussten wir auf E-Mail-Verschlüsselung verzichten. Anonym surfen lässt sich sehr gut mit Tor, da die Daten durch ein Netzwerk von Tor-Servern geleitet wird, die niemals gleichzeitig Absender, Empfänger und transportierte Daten in den Paketen kennen. Truecrypt 7.1a am Besten zur Festplattenverschlüsselung nutzen und für jeden Dienst ein eigenes Passwort generieren und verwalten mit KeePass. Truecryp und KeePass sind Open Source und bei sicherheitsrelevanten Sachen wie Passwörtern und Verschlüsselung der einzige Weg sicher zu gehen, dass Sicherheitssoftware nicht durch Geheimdienste korumpiert wurden. Dennoch bietet das natürlich keine 100%ige Sicherheit, wie wir aus dem Heartbleed-Bug schmerzhaft lernen mussten.

Home Office

Jürgen Vielmeier, der bereits für Basic Thinking, Neuerdings und Netzwertig geschrieben hat, berichtet von seinem Home Office. Er hat sich selbständig gemacht, um die Vorteile des Home Office nutzen zu können. Keine Anreise zum Büro, die Zeit und Nerven kostet und  man kann seine eigene Arbeitsumgebung schaffen exklusive nervenden Kollegen. Natürlich ist nicht alles Segen. So wie der Kontakt zu Kollegen nerven kann, fehlt er natürlich auch zu den Kollegen, mit denen man gerne seine Zeit verbringt. Ich persönlich würde auch sagen, dass Home Office nur funktionieren kann, wenn man eine vernünftigen Anteil Selbstdiziplin besitzt. Eine Kombination aus Home Office und Präsenz im Unternehmen dürfte mit einer der besten Kompromisse sein.

Der Xerox-Bug: Ein Scanner vertauscht Zahlen standardmäßig

Das Beste kommt zum Schluss. Ich möchte eigentlich auch gar nicht zu viel veraten. Nehmt Euch einfach mal ein Stündchen Zeit und schaut Euch die Videoaufnahme vom 31C3, die David Kriesel wirklich sehr unterhaltsam rüberbringt. Zudem lernt man noch Einiges was Davids (Privatpersonen) beim Kampf gegen Goliaths (Großunternehmen) beachten müssen.