Besonders zu Beginn wurde stark bezweifelt ob sich jemals durchsetzen wird. Die Gründe für die Zweifel sind sehr einfach: Mittlerweile kann zumindest innerhalb von Ballungsgebieten auch verhältnismäßig flüssig Radio über Internet gehört werden und nicht zuletzt stellt sich die Frage, inwieweit Radio als Medium noch so viele Nutzer anzieht. All diesen Umständen zum Trotz scheint mittlerweile in Fahrt zu kommen. Immerhin 12,6 Prozent aller Bundesbürger sollen mittlerweile Radio über hören. Die Zahl der Nutzer hat dabei in allen Bundesländern die 10 Prozent Grenze überschritten.

Auch im Auto hat DAB+ mittlerweile mehr Zulauf

In konkreten Zahlen ausgedrückt heißt das, dass mittlerweile 3,4 Millionen Menschen in Deutschland digital Radio hören. Den höchsten Anteil der DAB+ verzeichnet dabei das Bundesland Sachsen mit 15,6 Prozent gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg. Die stärksten Zuwächse gab’s bei den Nutzern in NRW und Bayern. Zum Vergleich: Im letzten Jahr hörten noch 1,8 Millionen Menschen digital Radio. Werden die Geräte im Auto und Zuhause zusammengezählt gibt es mittlerweile 8,25 Millionen in rund fünf Millionen Haushalten. Dabei steht eins fest: Wer einmal auf DAB+ gewechselt ist bleibt auch dabei. Die Anzahl der genutzten Geräte stieg damit im Vergleich zu Mitte 2015 um rund 3 Millionen. Bei Autoradios ging es auch kräftig nach oben. So waren es 2015 noch 1,29 Millionen Geräte, die in Autos genutzt wurden. Bis heute sind es 3,1 Millionen Geräte und damit rund doppelt so viele. Auch die Tagesreichweite kann sich mittlerweile sehen lassen. An allen Empfangswegen gemessen schafft DAB+ mittlerweile 35 Prozent der Tagesreichweite. Nutzer schalten DAB+ immer öfter ein. 30 Prozent aller Nutzer hörten überwiegend DAB+, im Auto rund 40 Prozent.

Neue Programme sollen empfangbar werden

Auch bei den empfangbaren Programmen tut sich etwas. Vor kurzem ist zum Beispiel das Schwarzwaldradio deutschlandweit im Bundesmuxx gestartet. Auch R.SH als erfolgreiche UKW-Welle sendet zumindest in Hamburg digital. In den drei Bundesländern Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt können Nutzer jetzt auf die MDR Schlagerwelle als zusätzliches Programm zurückgreifen. Im November soll zudem eine Ausschreibungen für einen zweiten Bundesmuxx beginnen. Dieser könnte dann bereits 2017 on air gehen und somit die bundesweite Vielfalt noch erweitern.