PC reinigen und von Staub und Dreck befreien

Das Gehäuse eines Computers – egal ob klein oder groß – ist so gebaut, dass durch einen Luftstrom eine Kühlung der PC-Komponenten erreicht wird. Das wird auch dringend benötigt, denn durch den Betrieb entsteht Wärme. Gibt es keine Kühlung, wird sich Euer PC von selbst ausschalten bevor oder weil er gerade überhitzt.

Durch den Luftstrom sammelt sich im PC-Gehäuse über die Zeit einiges an Hausstaub. Dieser besteht aus organischen und anorganischen Stoffen, wie Hautschuppen, Tierhaaren, Pilzsporen, Stofffasern, Bakterien und noch einiges mehr.

Diese Partikel setzen sich überall auf den Teilen im Inneren des Computers ab. Das lässt sich nicht verhindern, höchstens durch Staubfilter verringern. Aus diesem Grund sollte der PC Pi mal Daumen einmal im Jahr gereinigt werden. Das ist meine persönliche Empfehlung. Eine monatliche Reinigung halte ich für übertrieben und unpraktikabel. Im weiteren Verlauf von diesem Blogbeitrag trage ich ein paar Tipps zur Reinigung vom PC zusammen und wann das Reinigen dringend notwendig wird.

Wann muss ich sauber machen?

Einer der ersten Indikatoren von Außen ist die Lautstärke der Lüfter vom PC. Befindet sich viel Staub im Inneren wirkt dieser isolierend wie eine Decke und die Lüfter müssen sich häufiger drehen, um die gleiche Kühlleistung zu erreichen. An den reinen Zahlen lässt es sich an den Temperatur-Werten von CPU, Grafikkarte und Motherboard erkennen, die Ihr bspw. mit Speccy auslesen könnt.

Um unterscheiden zu können, ob die Temperatur erhöht ist, recherchiert Ihr die Temperatur-Werte im Leerlauf zu Euren PC-Komponenten. Mit der Prozessor- oder Grafikkarten-Bezeichnung angehängt mit „Idle Temp“ (englisch für Leerlauf Temperatur) als Suchbegriff bei der Eurer Wahl, werdet Ihr zumeist fündig. Als Faustformel sollte die CPU-Temperatur um die 40 Grad Celsius liegen. Bei der GPU sollte die Temperatur zwischen 40 bis 60 Grad Celsius liegen oder in etwa 15 bis 25 Grad Celsius über der Raumtemperatur. Voraussetzung für die Temperatur-Werte als Indikator, ob der PC eine Innen-Reinigung braucht, ist natürlich, dass die Kühlung von Anfang an die Richtig war und nicht bspw. durch leistungsschwache Lüfter oder fehlerhafte Montage von der ersten Minute an die Komponenten zu heiß werden lässt.

Was ist mit Notebooks?

Erfahrungsgemäß gelangt in Notebooks schneller Staub, wenn sie als Alltagsbegleiter öfter unterwegs sind. Auch wenn Ihr ein Notebook als Ersatz für einen Desktop-PC nutzt, gilt dies auch, da Notebooks kleiner gebaut sind und hier weniger Staub als bei einem großen PC-Gehäuse ausreicht, um die Chips und Platinen heißer werden zu lassen. Wer es also schafft, sollte alle halbe Jahr mal ins Innere seines Notebooks schauen, ob es nicht Zeit für die Reinigung ist. Der laute Notebook-Lüfter ist hier häufiger der ausschlaggebende Grund, mit dem Staubsauger oder Druckluft die Computer-Teile zu säubern.

Staubsauger oder Druckluft?

Ein Staubsauger mit weichen Bürsten-Aufsatz eignet sich in meinen Augen besser als Druckluft aus der Dose oder mit dem Kompressor erzeugt. Beim Staubsauger werden die Partikel entfernt, während mit Druckluft diese nur an einen anderen Ort gepustet werden. Spätestens bei dicken Wollmäusen ist der Griff zum Staubsauger sinniger, um den Dreck nicht in Wohnung oder Büro weiter zu verteilen. Zudem hat ist einen Kompressor weniger das, was man Zuhause herumstehen hat und für „Luft in Dosen“ zahlt es sich verhältnismäßig viel Geld.

Falls Ihr keinen Staubsauger mit weichem Bürstenaufsatz habt, ist mit Gewebeband oder alter Socke und Strohhalm ebenfalls ein passender Aufsatz für den verschmutzten Bereich auf dem Motherboard gebastelt. Hier gibt es noch viele weitere kreative Ideen und eine leere Toiletten-Papierrolle eignet sich zurecht geformt genauso gut.

Achtung! PC-Lüfter fixieren!

Damit Ihr nicht aus Versehen CPU, Motherboard oder Grafikkarte zerstört, ist es wichtig, dass Ihr die Lüfter an den genannten PC-Teilen fixiert und sie sich nicht mehr drehen können. Jeder elektrisch betriebener Lüfter fungiert auch automatisch immer als Strom-Generator. Sprich, werden durch Druckluft oder Staubsauger die Rotoren der Lüfter bewegt, entsteht eine Strom-Spannung. Die modernen Lüfter haben hier einen Spannungsschutz eingebaut, der das verhindern soll. Verlassen würde ich mich hierauf aber nicht und das Rotor-Blatt einfach mit dem Finger solange festhalten. Warum ein Risiko eingehen?

Motherboard-Wäsche mit Isopropanol (2-Propanol)

Bei rot-grün-blau leuchtenden Gaming-PCs möchte das Innenleben am liebsten wieder die Sauberkeit wie frisch aus der Verpackung erstrahlen. Mit Wasser wissen wir, lassen sich die Dinge noch sauberer und glänzender bekommen. Doch Elektrik verträgt leider kein Wasser und führt – am Strom angeschlossen – zu zerstörerischen Kurzschlüssen. Ohne Strom „ausgesteckt“, gibt es keine Kurzschlüsse, aber Korrossionen, die bestimmt vielen schon einmal gerade im Batteriefach von Fernbedienungen als Problem aufgefallen sind. Hier gibt es aber zu Wasser mit Isopropanol eine Alternative. Isopropanol ist hoch konzentrierter Alkohol, der bei Raumtemperatur so innerhalb von 24 Stunden verdunstet, sodass keine Korrossionen auf dem Motherboard entstehen.

Veröffentlicht von

Christopher Piontek

Ich bin ein technikbegeisterter Blogger, nebenberuflich (Fern-)Student der Wirtschaftsinformatik, hauptberuflicher Webentwickler und schreibe auf Bitpage.de gerne Technik-News, Tutorials und Reviews. Meine favorisierten Themen sind #Software, #Internet und digitale Fotografie.

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