Home Messen CeBIT Recap zur CeBIT 2014: Alles Big Data oder was?

CeBIT 2014

Das Leitthema der diesjährigen CeBIT war „Datability“, was eine Mischung aus Big Data, Credibility, Responsibility und Sustainability darstellen soll. Im Groben meint es den verantwortungsvollen, nachhaltigen und glaubwürdigen Umgang mit großen Datenmengen. Das Partnerland der CeBIT, nämlich Großbritannien, war dieses Jahr dafür auch mehr als passend gewählt. Schließlich fischt der GCQH munter und ohne Rücksicht auf Verluste unsere Internetdaten ab. Na, damit haben wir ja die Experten schlecht hin als Partner gehabt. Leider wurde die Spähaffäre nicht mit einem Wort irgendwo öffentlich im Beisein von Angela Merkel und Premierminister David Cameron angesprochen.

Ich nutze die CeBIT zum Netzwerken

Natürlich ist es schön auf einer Messe exklusive Neuheiten vorgestellt zu bekommen. Die CeBIT ist in meinen Augen aber keine solche Messe. Sie ist zum Netzwerken und Abschließen von Milliarden-Aufträgen gedacht. Das hat man mit der Neuausrichtung der CeBIT auch gut hinbekommen. Die Aussteller hatten gefühlt mehr Zeit für uns „Fachbesucher“ und waren weniger damit beschäftigt Give-Aways in die Menschentrauben zu pfeffern. Gerade durch die t3n-Bloggertour und die Intel Blogghütte konnte ich einige Bekanntschaften wieder auffrischen und vertiefen. Neue haben sich dadurch auch ergeben. So wünsch ich mir jede CeBIT!

Bewerber Halle

cebit-hugo-bossIn der IT-Branche herrscht Fachkräftemangel und die Firmen müssen mittlerweile um die potentiellen Bewerber buhlen. Deswegen waren einige Unternehmen in Halle 9 vertreten, die in ihrem Hauptgeschäft eher nichts mit IT zu tun haben, wie z.B. Hugo Boss oder Rossmann. Kein Zweifel aber, dass Hugo Boss eine große IT-Abteilung hat, um den Laden am Laufen zu halten. In Halle 9 konnten sich IT-Spezialisten einen ersten Eindruck von ihrem eventuell neuen Arbeitgeber holen. Eine großartige Idee, denn ich persönlich kenne Jobmessen meist immer nur mit Unternehmen aus der Region. So erweitert man seinen Horizont aber eher weniger.

WLAN für alle

cebit-wlan-fuer-alleDieses Jahr hat sich die Deutsche Messe AG an einer Mammut-Aufgabe versucht. Jeder Fachbesucher, Journalist oder Aussteller sollte Zugang zum Internet via WLAN bekommen. Die Ausleuchtung der Messehallen ist dabei nur ein großes Problem. Die Aufbauten der Aussteller und deren eigenes WLAN stören die Signale. Ganz zu schweigen von den Besuchern, die ebenfalls eine Störquelle für das WLAN darstellen. Nichts desto trotz hat man es versucht mit einer speziellen Technologie das WLAN der Aussteller zu erkennen und darauf zu reagieren. Leider klappte das nicht zuverlässig. Aber, trotzdem Hut ab! Viele hatten interessanterweise auch Probleme mit dem mobilen Internet auf ihrem Smartphone, wenn sie zu den O2-Kunden zählten.

CODE_n

halle-16-code-nDie Halle 16 präsentierte 50 Startup-Finalisten für den CODE_n-Award, dass dieses Jahr das Motto „Driving the Data Revolution“ hatte. Die Firma Big Data Scoring hatte beispielsweise vorgestellt, wie sie anhand Eures Facebook-Profils eine Kreditwürdigkeits-Scoring errechnet. Cosinuss zeigte ihre Idee Körpertemperatur und Pulsfrequenz im Ohr zu messen statt durch einen nervigen Brustgürtel. In Zukunft soll es auch möglich sein, seine Musik über das Cosinuss-„Headset“ zu hören. Gewonnen hat zum Schluss das Startup Viewsy, welche mit ihrer Geschäftsidee die Besucher eines lokalen Geschäfts mit Hilfe ihres Smartphone-WLAN-Signals trackt und der Shopinhaber genau weiß, wie viele Kunden er heute hatte und wo sie lang gegangen sind. Wer sich nicht tracken lassen will, muss einfach nur sein WLAN am Smartphone deaktivieren.

Volkswagen auf der CeBIT

vw-auto-cebitVolkswagen stellte seine Design-Studie James 2025 für zeitweiliges, autonomes Fahren vor. Schaltet der Fahrer den Autopiloten ein, so klappt sich das Lenkrad ein und der Sitz fährt ein Stück zurück. Dem Fahrer soll es so möglich sein andere Dinge zu erledigen, während der Autopilot die Straße im Blick hat. Mal kurz die Mails beantworten oder im Internet surfen wäre so in Zukunft ohne Risiko möglich. Auf dem Messegelände fuhren auch 30 VW e-UPs herum, die jeden Messebesucher zu ihrem Ziel chauffiert haben. Wie „Ninjas“ haben sich die Autos an die CeBIT-Fußgänger angeschlichen. Eine tolle Erfahrung, die man gerne mitnimmt.

Fazit

Die diesjährige CeBIT war für mich ein voller Erfolg. Ich konnte Google Glass ausprobieren, das Samsung Galaxy S5 bei der Deutschen Telekom nähre anschauen und in der Intel Bloghütte mich mit Gleichgesinnten austauschen. Nicht zu vergessen habe ich Steve Wozniak gesehen! Das Einzige, dass ich mir gewünscht hätte, wären mehr Messe-Partys. Getreu dem Motto „Work hard. Play hard.“ würde ich nach der Messe gerne mehr auf den Putz hauen. Aber man kann nicht alles haben.