Welchen Mehrwert hat MeinPaket.de?

Ich habe nun schon öfter bei MeinPaket.de bestellt und war bisher einigermaßen zufrieden, was die Abwicklung anging. Lediglich sich via Post-Ident zu identifizieren zu Anfang, weil man direkt Packstations-Kunde von DHL wird und es quasi wie eine zweite Postanschrift ist für die man sich legitimieren muss, war ungewöhnlich und etwas nervend. Für diejenigen, die MeinPaket.de nicht kennen: Es ist der Online-Shop von DHL, der wie ein Marktplatz funktioniert. Jeder registrierte Händler kann dort seine Waren anbieten. Von Tupperware bis zum Flachbildfernseher ist dort auch alles vertreten. Gerade zu Anfang und auch jetzt haut MeinPaket.de jede Menge Gutscheine raus. 14% Rabatt hier oder 5€ Ersparnis dort. Viele, wie von der MyDealz-Community, haben hier natürlich zugeschlagen und die Schnäppchen aus dem Shop abgegriffen. Bei mir hat diese Marketing-Aktion auch funktioniert. Mir war der Shop sympathisch und ich konnte alles bequem an meine Packstation liefern und schnell via Kreditkarte oder Lastschrift zahlen. Dabei wurde der Artikel dann auch immer sofort losgeschickt.

Zu wenige Unterkategorien

Was macht man also wenn man einen Shop liebgewonnen hat? Genau man stöbert ein wenig herum und hier fällt direkt etwas sehr Negatives auf: Der Shop ist schlecht strukturiert. Oder besser gesagt die Kategorien decken nicht das komplette Angebot ab, welches durch die Händler vertreten wird. Sucht man bspw. nach Notebook-Arbeitsspeicher, so wird man, wenn man über die Kategorien geht, nicht fündig. Lediglich über die Suche hat man eine Chance den gewünschten Artikel zu finden. Leider ist die Suche jedoch auch nicht das gelbe vom Ei und kommt leider nicht mit mehreren Suchparametern zurecht. Versucht man z.B. einen 204-poligen Notebook-Arbeitsspeicher in der Größe von 8 GigaByte mit 1600 MhZ und einer Latenz von CL-11 zu finden, bekommt man nur viele Kits, sprich 2 x 4 GB Speicher angeboten und diese erfüllen dann nicht einmal die Latenzen oder Taktfrequenz. Im Prinzip sollte sich Meinpaket.de das Kategorisierungsverfahren von eBay anschauen. Dort kann man quasi solange sein Suchergebnis verfeinern, bis wirklich nur noch eine handvoll Ergebnisse mit den gewünschten Einträgen auftauchen oder im schlimmsten Fall auch keins. Zur Verteidigung von Meinpaket.de muss man allerdings sagen, dass sich die Kategorisierung im Vergleich zum Start des Online-Shops verbessert hat. Soweit ich mich erinnern kann, waren Unterkategorien wenig bis kaum vorhanden.

Hohes Preisniveau

Neben der Rahmenbedingungen spielt natürlich auch der Preis auf dem Marktplatz eine Rolle. Generell gilt im Internet natürlich, dass man immer vergleichen sollte. Selbst der Shop aller Shops Amazon, der zwar immer günstiger als im Geschäft seine Artikel anbietet, ist nicht immer der günstigste Anbieter im Netz. Hier hat Meinpaket ein meiner Meinung nach hohes Preisniveau. Fast alles ist ein paar Euro bis einigen vielen Euros teurer. Hierbei weiß ich allerdings nicht was es kostet für die Händler bei Meinpaket ihre Artikel anzubieten. Das spielt sicherlich auch eine Rolle. Dennoch ergibt sich erst ein normales Preisniveau mit den häufig von Meinpaket.de im Umlauf gebrachten Gutscheinen. Geizhals.de rechnet diese Gutscheine schon standardmäßig in die Suche nach dem günstigstem Preisanbieter mit ein. Dies ist in meinen Augen verbraucherunfreundlich, wenn mit Gutscheinen inflationär umgegangen wird und man für einen “normalen” Preis immer an seine Gutscheine denken muss.

Mein persönliches Fazit

Wenn es nicht einen deutlichen Preisunterschied gibt bzw. der Shop der günstigste Anbieter im Preisvergleich ist, dann wäre meine erste Anlaufstelle nicht Meinpaket. Zudem muss man auch bei Meinpaket.de aufpassen bei welchem Händler man bestellt. Eine Bewertung für Händler, wie man es vom Amazon Marketplace kennt, gibt es hier nicht. Leider sind selbst die Produktbewertungen spärlich gesät und helfen hier auch nicht bei der Kaufentscheidung. Für die meisten Online-Käufer dürfte der Shop unattraktiv sein und ist nur für fuchsige Schnäppchen-Jäger geeignet bezüglich Preis- und Produkttransparenz.

Von | 2012-11-17T03:43:47+00:00 16. November 2012|Internet|0 Kommentare

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