Häufige Twitter Neulingsfragen

Twitter LogoMit meiner Twitter-Offensive möchte ich mehr Kommilitonen zum sozialen Micro-Blogging bewegen. Das gilt natürlich auch für alle anderen -Interessierten. Um ein paar Unklarheiten zu beseitigen, habe ich mal ein paar -Neulings-Fragen aufgeschnappt und sie hier nach meinem Wissensstand beantwortet. Andere Meinung oder Fragen lese ich auch gerne in den Kommentaren. Ihr seid dazu herzlich eingeladen! 😉

Was soll ich tweeten? Wie oft und wie viel?

Schreibe in Twitter, was Du denkst, Dich bewegt oder worüber Du gerne informieren möchtest. Natürlich interessiert es niemanden, dass Du gerade die Treppe hinunter gehst. Wenn Du aber das neue Restaurant um die Ecke besuchst und mitteilst, dass die Kellner freundlich und das Essen gut ist, dann interessiert das vor allem deine lokalen Follower. Eventuell werden sie Dich auch ansprechen, um mehr zu erfahren, wie teuer das Essen bspw. ist. Wie oft du tweetest hängt von Dir selbst ab.

Schreibst Du gerne und viel ist das kein Problem, sofern es keine unnötigen Tweets sind, wie vorhin beschrieben.Auch Tweets wie “Habe gerade das Hotel für die re:publica gebucht.” sind mit Informationen und Anregungen behaftet, wie Oliver Gassner in seinem Blog beschreibt. Hier bezieht er sich zwar auf Xing, aber das ist in meinen Augen trotzdem ein gutes Beispiel.

Wenn Du eher weniger tweetest, dafür aber auch immer sehr gute Tweets, wo du mal in eine andere Richtung denkst, dann ist das in jedem Fall auch in Ordnung. Manchmal ist weniger mehr.
Wenn Du hingegen schon seit Monaten nichts mehr geschrieben hast, ist dies für andere Twitterer kein Ansporn Dir zu folgen und Follower werden Dir vielleicht abspringen, wenn Du nichts mehr schreibst.

Bitte bedenke aber auch, dass alles was du auf Twitter schreibst in die ganze Welt posaunt wird. Sofern dein Account nicht geschützt ist (was meiner Meinung nach gegen den Sinn von Twitter ist), kann jeder alles von Dir lesen, auch ohne Twitter-Account. Deswegen immer höflich und sachlich bleiben.

Um mal ein paar Beispiele zu geben zeige ich Dir mal ein paar Tweets, die ich gut finde:

Welcher Sprachgebrauch ist angebracht?

Umgangssprache und die Anrede mit “Du”. Außer bei Corporate-Twitter-Accounts ist das Siezen in einem sozialem Netzwerk wie Twitter eher verpönt als gewünscht. Niveau darf es auch gerne sein, aber wer hochnässig und übertrieben vornehmllich wirkt, wird weniger befreundete Follower finden. So ist es auch wesentlich angenehmer. Es ist eher als spricht die ganze Welt ganz normal, wie man es auch machen würde, wenn man sich zufällig im Supermarkt trifft.

Was kann ich tun, wenn mich einer belästigt?

Mir selbst ist das noch nicht passiert, dass mich jemand belästigt. Auch auf Facebook nicht. Dennoch gibt es ja auch einige Vorsichtige unter uns, die diese Frage als Neuling gerne mal stellen.Am Einfachsten ist es denjenigem Twitterer zu entfolgen. Dann erscheinen seine Tweets nicht mehr in deiner Timeline (hier laufen alle Tweets von den Leuten chronologisch zusammen, denen du folgst). Belästigt er Dich weiter mit z.B. @Replies, kannst Du den Nutzer auch durch ansurfen seines Profils und der Auswahl “Block @xy” blockieren. Anstössige Tweets können auch gemeldet werden.

Muss ich anderen antworten?

Nein! Du bist niemanden verpflichtet zu antworten, wenn Dir bspw. sein Twitter-Profil nicht passt. Das ist deine freie Entscheidung. Ich finde allerdings, dass es zum guten Ton gehört, jedem zu antworten. Anhand der Antworten, die dann bei mir kurz und knapp ausfallen, merkt der gegenüber meist schon, dass wir uns nicht ganz grün werden. Am einfachsten ist natürlich das Ignorieren.

Wie bekomme ich neue Follower?

Das ist wohl einer der schwereren Fragen. Ich empfehle dafür eine gutes Profilbeschreibung und ein ansprechendes Avatar-Bild zu haben sowie den Ort, wo man lebt auszufüllen. Gerade Nutzer, die im selben Ort wohnen oder in der Nähe folgen anderen schon, wenn diese dort auch wohnen. Die Tweets desjenigen können ja mal interessant sein und gerade wenn man sich über Lokalitäten unterhält macht Twitter noch einmal mehr Spaß.

Man sollte sich auch in Trending-Themen wie bspw. #sdr (Hashtag für Schlag den Raab) oder #hartaberfair mit guten Kommentaren einbringen. Dadurch bekommt man häufig auch neue Follower. Ebenso sollte man natürlich auch andere Leute suchen, den man folgen möchte, weil Sie dieselben Interessen haben, und spricht diese via @Reply an. Meist folgen Dir diese Personen nach einem kurzen, guten Plausch schon ganz von alleine.  Absolut verpönt sind allerdings Leute, die um das folgen “betteln”. Wenn es einen Grund gibt, jemanden zu folgen, wird er das zu tun.

Zuletzt braucht es noch Zeit. Man bekommt keiner hunderte Follower von jetzt auf gleich. Man muss Twitter erst einmal benutzen und richtig kennen lernen. Dann klappt’s auch mit den Followern fast wie von alleine.

Von | 2013-01-13T17:15:11+00:00 11. Januar 2013|Internet|5 Kommentare

Über den Autor:

Ich bin ein technikbegeisterter Blogger, nebenberuflich (Fern-)Student der Wirtschaftsinformatik, hauptberuflicher Webentwickler und schreibe auf Bitpage.de gerne Technik-News, Tutorials und Reviews. Meine favorisierten Themen sind #Software, #Internet und digitale Fotografie.

5 Kommentare

  1. Johannes Jan 11, 2013 um 15:47 Uhr

    Nette Zusammenfassung bzw. Erläuterung. Ich denke es wird den Einstieg etwas erleichtern.

  2. Hannover Hipster Jan 11, 2013 um 17:24 Uhr

    Ich stelle mir die Frage: Tweeten oder twittern, was ist das korrekte Verb?
    Außerdem hoffe ich, dass bringst wirklich mehr Leute aus der Region zum twittern bringst. Ich hatte heute erst wieder eine Diskussion zum Thema und habe immer das Gefühl, dass ich auf fast verlorenem Posten stehe mit meiner Einstellung.

  3. Kevin Pliester Jan 13, 2013 um 19:01 Uhr

    Sehr schöner Beitrag, vor allem auch sehr gute Tweet-Beispiele gewählt! 🙂

    Was ich an Twitter ziemlich schade finde ist, dass viele Twitterer einfach nur retweeten und selbst nicht auf die Idee kommen, etwas zu tweeten.

    Klar, den eigentlichen Twitterer wird das freuen, aber mir gefällt es zum Beispiel nicht. 🙂

    Ab und an mal etwas retweeten, was einem persönlich gefällt, ist cool, mehr aber auch nicht.

    Danke für deinen Beitrag!

  4. Christopher Jan 14, 2013 um 08:12 Uhr

    @Hipster (guck mal mit einem “p”!)
    Ich denke man kann die Verben synonym benutzen. 😉
    Ich fürchte leider dass die Hürde groß ist von der Uni Paderborn Studenten dazu zu bewegen Twitter zu nutzen. Man müsste schon einen Artikel in der Universal schreiben, wie meinen Blogbeitrag zur Uni Paderborn Twitter Offensive. Ich müsste die vielleicht mal anschreiben.
    @Kevin
    Vielen Dank für das Lob!
    Für die Follower sind Retweet-Accounts einfach ohne Mehrwert. Bis auf gewisse Ausnahmen, wie z.B. @Mahatmapech. Er tweetet zwischendurch auch selbst lustige Sprüche.
    Ich denke mal ein generelles Problem ist es wahrscheinlich, dass die Leute so wenig wie möglich von sich preisgeben wollen. Die Medien (ARD, sternTV usw.) haben da immer wieder sehr stark sensibilisiert mit Facebook-Sicherheitslücken (kein https und offenes WLAN z.B.). Das ist nur leider der gegenteilige Twitter-Sinn. Man möchte ja entweder über Twitter Menschen an seinem Leben teilhaben oder Sachen mit Mehrwert verbreiten.
    Nun denn ich habe die Hoffnung, dass die Twitter-Affinität noch von Übersee rüberschwapt. Vor ein paar Jahren wurde dort ja auch Facebook als Erstes intensiv genutzt und hier waren wir alle noch bei StudiVZ und Co. Jetzt ist StudiVZ, Lokalisten und WKW nichts anderes mehr als eine Datenbank für Kartei-Leichen. 😀

  5. The Wollium Feb 10, 2013 um 20:10 Uhr

    Grade mich selber gegooglet und als Beispiel für schöne Tweets wiedergefunden. Davon ab gehe ich mit deinem letzten Kommentar, Christopher, d’accord. Viele haben Angst vor Öffentlichkeit, haben vielleicht aber auch einen Mangel an Kreativität oder keine Affinität zum Schreiben an sich.
    Deswegen Antworten hier wohl auch fast nur Blogger. 😉

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